INFOBALT-Fernsehvorschau

Bitte beachten: Aufgelistet sind hier, als allgemein kostenfrei zugängliche Serviceleistung des Vereins INFOBALT e.V., eine Auswahl von Fernsehsendungen mit Bezug zu Themen Estlands, Lettlands und Litauens. Sendezeiten und Infos ohne Gewähr. Gerade bei Spartensendern wie N24, Phoenix oder 3sat können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern. Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt (allerdings in ehrenamtlicher Arbeit, bitte verzeihen Sie uns Lücken ...)

Stand: 7. November 2017 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

Sender
Datum
Uhrzeit
Sendung
Radio Fernsehen Berlin Brandenburg (rbb)
Donnerstag, 9. November 2017
15.15 - 16.00 Uhr

Im Sommer nach St. Petersburg

Von Litauen nach Estland

Das Roadmovie bewegt sich entlang der historischen "Ostbahn", über viele Jahrzehnte Inbegriff der schnellen Eisenbahnverbindung zwischen der deutschen Hauptstadt und Königsberg, mit direktem Anschluss nach St. Petersburg. Heute fahren keine Eisenbahnen mehr, der Robur mit Fahrer Reinhard Rogge bringt das Team durch Polen, die russische Exklave des "Kaliningrader Gebiets", durch das Baltikum und schließlich durch Russland bis nach St. Petersburg. Egal ob mit der Postkutsche, dem legendären "Nord-Express", oder mit dem Auto ? schon seit Jahrhunderten ist die Stadt Sehnsuchtsort für Westeuropäer. Der Weg nach Osteuropa. Nach Danzig, Königsberg und schließlich in die alte russische Hauptstadt. Das Roadmovie ist eine Entdeckungsreise. Entlang der Straßen, in den Städten und Dörfern sucht es nach Spuren der Geschichte. Oft wechselten die Landschaften ihre Besitzer, wurden die Regionen aus verschiedenster Richtung inspiriert, kultiviert, beherrscht und auch unterdrückt. Deutsche, russische, polnische, baltische Einflüsse drückten der Wegstrecke zwischen der Oder hinter Potsdam und der Ostsee vor St. Petersburg ihren Stempel auf. Mit den Relikten der Geschichte, mit Namen, Mythen und Geschichtsbildern leben heute die Menschen, sie setzen sich mit ihnen auseinander und finden zu eigener Identität. Die Autoren erzählen, wie man heute an diesen Orten mit dieser Geschichte lebt, wie der Alltag der Menschen aussieht, fragen nach ihren Lebensentwürfen und Zukunftsvorstellungen, nach der Verwurzelung in den Regionen.

ZDF Info
Donnerstag, 9. November 2017
23.15 - 00.00 Uhr

Auf den Spuren der Automafia - Luxuskarossen im Visier

Rund 100 Autos werden jeden Tag in Deutschland gestohlen. Die Diebe handeln meist im Auftrag von osteuropäischen Banden und sind bestens organisiert. Der Film begleitet die "Soko Grenze" der Brandenburger Polizei bei Großkontrollen an der polnischen Grenze und folgt dem Weg der gestohlenen Wagen bis nach Litauen. Das kleine Land am östlichen Rand der EU ist die Drehscheibe der Automafia ? von hier stammen viele der Autodiebe und hier werden die gestohlenen Autos aus Deutschland in die ehemaligen Sowjetrepubliken weiterverkauft. (Wiederholung)
ARTE
Samstag, 11. November 2017
15.10 - 16.40 Uhr

Die Odyssee der einsamen Wölfe

Die drei Wanderwölfe Ligabue, Alan und Slavko überwinden bei ihrer Suche nach einer Partnerin atemberaubende Distanzen und bewältigen die tödlichen Barrieren der menschlichen Zivilisation. Von einem uralten Impuls getrieben, überqueren sie mehrspurige Autobahnen, reißende Flüsse und frostklirrende Gebirge. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum immer wieder einzelne Wölfe plötzlich ihre Rudel verlassen und zu Wanderungen über mehr als 1.000 Kilometer aufbrechen. Diese Frage war auch der Grund für den Start mehrerer europäischer Forschungsprojekte. Und um eine Antwort zu finden, wurden die Wölfe Ligabue aus Italien, Alan aus Deutschland und Slavko aus Slowenien mit Sendern ausgestattet. Gemeinsam mit den Wolfsforschern Luigi Boitani, Francesca Marucco, Ilka Reinhardt und Hubert Potocnik hat man dann vier Jahre lang die Reisen der drei Wanderwölfe nachvollzogen. Für die Dokumentation wurden die spektakulären Abenteuer von Ligabue, Alan und Slavko mit dressierten Wölfen des ungarischen Tiertrainers Zoltan Horkai nachgedreht. Auf diese Weise ist eine wissenschaftlich fundierte Tierdokumentation entstanden, die die faszinierenden Lebensräume der europäischen Wölfe zeigt gleichzeitig in Italien und Frankreich, in Deutschland, Polen und Litauen, in Slowenien und Österreich. Erstmals und hautnah wird die Rückkehr des Wolfes in seine uralten Lebensräume in Zentraleuropa nachvollziehbar. (Wiederholung)
Mitteldeutscher Rundfunk Fernsehen (MDR)
Samstag, 11. November 2017
18.00 - 18.15 Uhr

Heute im Osten - Reportage

Goodbye Ausland, hallo Heimat!

Wo ist eigentlich "Heimat"? Da, wo man geboren ist? Da, wo die Familie lebt? Jeder siebte Ostdeutsche verließ nach der Wende die Heimat ? der Arbeit wegen ? und suchte im Westen sein Glück. Inzwischen ist die Abwanderung gestoppt. Doch was passiert mit einem Land, in dem die Massenflucht nicht aufhört? Litauen etwa hat ein Viertel seiner Einwohner verloren ? eine Katastrophe, mit der sich einige junge Litauer nicht länger abfinden wollen. "Heute im Osten ? Reportage" erzählt von diesen Menschen, die nach Jahren im Ausland in die alte Heimat zurückkehren, um etwas Neues zu beginnen. Aber auch von jenen, die weggehen und die trotz vieler Widerstände versuchen, in der Fremde eine neue Heimat zu finden.

ARTE
Sonntag, 12. November 2017
Samstag, 18. November 2017
19.30 - 20.15 Uhr
09.35 - 10.30 Uhr

360° Geo Reportage

Frisch vermählt in Estland

Witali Penkow (28) und seine gleichaltrige Braut Annika aus Kantküla sind bereits seit sechs Jahren ein Paar und seit einem Jahr Eltern von Zwillingen. Mit der Hochzeit hat es bisher nicht geklappt, denn immer kam etwas dazwischen. Nicht zuletzt weil Witali russische Wurzeln hat, reagierte Annikas Familie anfangs zurückhaltend auf den Bräutigam. Und dann stand die Schwangerschaft der Vermählung im Weg, denn eine estnische Hochzeit erfordert vollen Körpereinsatz. Jetzt aber will Annika den großen Schritt wagen und obendrein an einem gut dotierten Brautwettlauf teilnehmen, der jeden Sommer in Narva veranstaltet wird. Hier in der mittelalterlichen Hermannsfeste, direkt an der Grenze zu Russland, findet seit einigen Jahren die Runaway Bride Competition statt, bei der mehrere Dutzend Bräute und Paare aus Russland und dem Baltikum in einem Wettlauf gegeneinander antreten. Organisationstalente auf estnischen Hochzeiten nennen sich "Pulmaisa", so wie Hannes Lents (36). Als "Mädchen für alles", Regisseur und "Turm in der Schlacht" beschäftigt er die Gäste mit unterhaltsamen Spielen und sorgt ganz nebenbei dafür, dass sich alle besser kennenlernen. Und das ist auch nötig, denn glaubt man Hannes' Worten, könnte man 100 Esten über Stunden in einen Raum sperren, ohne dass sie aufeinander zugehen und sich unterhalten. Aber unter der Regie des Pulmaisa geht bald die Post ab als gäbe es kein Morgen. "360° Geo Reportage" durfte die Hochzeitsvorbereitungen und -feiern begleiten.

Nordeutscher Rundfunk Fernsehen (NDR)
Montag, 13. November 2017
14.15 - 15.00 Uhr

Die Ostsee zwischen Deutschland und Estland

Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben, entstanden am Ende der Eiszeit. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die zweiteilige Naturdokumentation zeigt die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten, beleuchtet die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt, besucht die Menschen, die von und mit der Ostsee leben. In diesem Teil folgt der Film der Ostseeküste von Mecklenburg bis nach Estland. Vorbei an den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50.000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den berühmten Kreidefelsen Rügens, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort überschreitet das Filmteam die polnische Grenze und erkundet die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen Gdansk, des ehemaligen Danzig. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums. (Wiederholung)
SERVUS TV Österreich
SERVUS TV Deutschland
SERVUS TV Deutschland
Mittwoch, 15. November 2017
12.15 - 13.10 Uhr
15.05 - 16.00 Uhr
1.15 - 20.10 Uhr

Auf Entdeckungsreise - durch Europa

Die Bucht von Riga - An Lettlands Ostseeküste

Die Letten haben ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1990 mit Gesang erzwungen. Helmi Stalte und ihr vor Kurzem verstorbener Mann zählten zu den mutigen Anführern der "Singenden Revolution". Mit verbotenen lettischen Liedern stellten sie sich den sowjetischen Panzern entgegen. Heute gibt Helmi, die zum fast ausgestorbenen Volk der Liven gehört, im kleinen Küstenort Kolka den Gesang an ihre Kinder weiter. Aleksandrs Rozensteins und Maris Kletnieks versuchen mit einer wackeligen Holzkonstruktion Neunaugen zu fangen. Fast 200 Meter lang ist ihr Steg, den sie jedes Frühjahr aufs Neue in den Flussboden rammen müssen. Von diesem Gerüst aus positionieren sie bis zu 60 Netzrahmen in der Strömung und hoffen darauf, dass ihnen die begehrten, aalähnlichen Tiere in die Fallen schwimmen. Verkauft werden sie in den Zentralmarkthallen, in denen früher Zeppeline gebaut wurden, und die heute "Rigas Bauch" genannt werden. Über 10.000 Weißstörche brüten jedes Jahr in dem baltischen Staat, doppelt so viele wie in Deutschland. Mara Janaus versucht zu ermitteln, wie viele es genau sind. Die Ornithologin bekommt jede Menge Unterstützung von ihren Landsleuten. Die Fischkonservenfabrik Brivais Vilnis (Freie Welle) produzierte schon vor über 100 Jahren für den Zarenhof ? Rigaer Sprotten in Öl sind weltberühmt und heiß begehrt. Ilgvars Andersons hütet eine lettische Legende: Blaue Meereskühe. Dabei handelt es sich um eine seltene Rinderrasse mit grau-blau schimmerndem Fell. Der Sage nach sollen die Tiere einst aus der Ostsee gestiegen sein, um die Küstenbewohner an der Rigaer Bucht vor dem Verhungern zu retten. (Wiederholung)

ARTE
Samstag, 25. November 2017
Mittwoch, 29. November 2017
00.50 - 01.45 Uhr

Unter schwarzem Kreuz: Der Deutschritterorden

Die Erinnerung an die Ordensritter des Mittelalters ist vor allem mit den blutigen, missionarischen Kreuzzügen ins Heilige Land verknüpft. Weniger bekannt ist die zentrale Rolle des Deutschen Ordens bei der Gründung eines mächtigen Staates im Osten Europas. Der vierte Hochmeister des Deutschritterordens, Hermann von Salza, war ein erfahrender Politiker und einflussreicher Berater von Kaiser Friedrich dem II. Von Salza hatte schon kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 1210 versucht, ein vom Orden kontrolliertes Kerngebiet in Europa zu errichten, zunächst in Ungarn. Mit der sich abzeichnenden Niederlage in Palästina stützte er sich auf einen päpstlichen Auftrag, die heidnischen Völker im heutigen Baltikum zu missionieren. Dort sah er eine neue Chance und nutzte sie. Die Ordensritter gründeten auf dem Gebiet des späteren Ostpreußens und weiten Teilen des heutigen Estland und Lettland einen eigenen Staat. Die Marienburg südlich von Danzig war der Sitz des Hochmeisters und gilt noch heute als Symbol des Deutschordensstaates. Unter Führung des Deutschritterordens wurde ein für die damalige Zeit modernes, politisch und militärisch erfolgreiches Staatswesen geschaffen. Wie konnte das gelingen? Wie hat sich der Orden mehr als zwei Jahrhunderte lang gegenüber den Nachbarn Polen und Litauen behauptet? Und was führte letztlich trotz fortschrittlicher Verwaltung und einer starken Armee zum Zerfall dieses für das Mittelalter einzigartigen politischen Gebildes?
ARTE
Sonntag, 26. November 2017
00.35 - 01.25 Uhr

Kurzschluss - Das Magazin

"Mädchen sind mir lieber" von Diane Obomsawin / "Die Seiltänzer" von Gilles Tillet / "Manivald" von Chintis Lundgren / Privatvorführung "Mädchen sind mir lieber" / Das erste Mal ? Yann Gonzalez / Zoom ? Manivald
(5): Manivald Animationsfilm von Chintis Lundgren, Kanada / Kroatien / Estland 2017, Erstausstrahlung Manivald hat zwar jede Menge Studienabschlüsse, aber leider keine Arbeit, weshalb er immer noch bei seiner Mutter lebt. Am Vorabend seines 33. Geburtstags geht die Waschmaschine kaputt und seine Mutter ruft einen Klempner. Dieser heißt Toomas und entpuppt sich als äußerst attraktiv. Manivalds Mutter ist hin und weg und umwirbt den sexy Handwerker mit Kaffee und Komplimenten. Manivald sieht sich als chancenlos gegenüber der dominanten Mutter doch dann schleicht sich Toomas heimlich in sein Schlafzimmer ? Chintis Lundgren, Jahrgang 1981, ist eine estnische Filmemacherin, die seit 2008 als freiberufliche Autorin ist und 2011 ihr eigenes Animationsfilmstudio gründete "Chintis Lundgreni Animatsioonistuudio". Ihre handgezeichneten Filme wie etwa "Dangerous Migration Route" (2011) und "Life with Herman H. Rott" (2015) waren auf zahlreichen namhaften Festivals zu sehen, darunter in Annecy, beim Animafest Zagreb und dem Filmfest Ottawa. Sie ist außerdem Mitbegründern von "Adriatic Animation", einem Animationsfilmstudio in Kroatien.
Bayrischer Rundfunk Fernsehen (BR)
Dienstag, 28. November 2017
00.30 - 2.10 Uhr

Das Blaue vom Himmel

Eine Geschichte über die Macht der Liebe und die Kraft des Verzeihens. Die Beziehung zwischen Sofia und ihrer Mutter Marga ist nicht besonders gut. Als die unter Amnesie leidende Marga hochgradig verwirrt und aggressiv in die Psychiatrie eingeliefert wird, versucht Sofia ihrer Mutter zu helfen, indem sie sie auf eine Reise nach Riga begleitet. Zeitlebens hat Marga wenige Gefühle für ihre Tochter Sofia gezeigt. Nun aber offenbart sie Ängste, Wunden und eine tiefe Sehnsucht nach ihrem seit Jahren verstorbenen Mann Juris. Immer mehr verliert sie sich in ihrer Vergesslichkeit und verlangt plötzlich wie ein Kind nach Zärtlichkeit. Eine ungewohnte Situation für Sofia, die sich nun, nachdem sie lange kaum Kontakt zu ihr hatte, um ihre Mutter kümmern muss. Und die ist mal schroff, mal lustig, mal voll da und mal ganz weg. Und als wäre sie erleichtert, sich endlich von ihren Erinnerungen zu befreien, erzählt sie hin und wieder von Dingen, die weit zurückliegen. Von Dingen, von denen Sofia noch nie gehört hat. Eine leise Ahnung, dass Margas Vergangenheit auch ihre eigene betrifft, veranlasst Sofia, kurzerhand mit ihrer Mutter nach Riga zu reisen. Hier ist Marga aufgewachsen, und hier hat sie Juris geheiratet. Doch je mehr Sofia über ihre Mutter erfährt, desto unklarer wird ihr, wer sie selbst ist. Und desto mehr offenbart sich, dass es das Blaue vom Himmel war, das Marga ihr ein Leben lang über ihre gemeinsame Vergangenheit erzählt hat ...