INFOBALT-Fernsehvorschau

Bitte beachten: Aufgelistet sind hier, als allgemein kostenfrei zugängliche Serviceleistung des Vereins INFOBALT e.V., eine Auswahl von Fernsehsendungen mit Bezug zu Themen Estlands, Lettlands und Litauens. Sendezeiten und Infos ohne Gewähr. Gerade bei Spartensendern wie N24, Phoenix oder 3sat können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern. Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt (allerdings in ehrenamtlicher Arbeit, bitte verzeihen Sie uns Lücken ...)

Stand: 16. Juli 2018 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

Sender
Datum
Uhrzeit
Sendung
Servus TV
Montag, 16. Juli 2018
15.00 - 16.00 Uhr

Auf Entdeckungsreise - durch Europa

Die Bucht von Riga - An Lettlands Ostseeküste -
Die Letten haben ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1990 mit Gesang erzwungen. Helmi Stalte und ihr vor Kurzem verstorbener Mann zählten zu den mutigen Anführern der "Singenden Revolution". Mit verbotenen lettischen Liedern stellten sie sich den sowjetischen Panzern entgegen. Heute gibt Helmi, die zum fast ausgestorbenen Volk der Liven gehört, im kleinen Küstenort Kolka den Gesang an ihre Kinder weiter. Aleksandrs Rozensteins und Maris Kletnieks versuchen mit einer wackeligen Holzkonstruktion Neunaugen zu fangen. Fast 200 Meter lang ist ihr Steg, den sie jedes Frühjahr aufs Neue in den Flussboden rammen müssen. Von diesem Gerüst aus positionieren sie bis zu 60 Netzrahmen in der Strömung und hoffen darauf, dass ihnen die begehrten, aalähnlichen Tiere in die Fallen schwimmen. Verkauft werden sie in den Zentralmarkthallen, in denen früher Zeppeline gebaut wurden, und die heute "Rigas Bauch" genannt werden. Über 10.000 Weißstörche brüten jedes Jahr in dem baltischen Staat, doppelt so viele wie in Deutschland. Mara Janaus versucht zu ermitteln, wie viele es genau sind. Die Ornithologin bekommt jede Menge Unterstützung von ihren Landsleuten. Die Fischkonservenfabrik Brivais Vilnis (Freie Welle) produzierte schon vor über 100 Jahren für den Zarenhof ? Rigaer Sprotten in Öl sind weltberühmt und heiß begehrt. Ilgvars Andersons hütet eine lettische Legende: Blaue Meereskühe. Dabei handelt es sich um eine seltene Rinderrasse mit grau-blau schimmerndem Fell. Der Sage nach sollen die Tiere einst aus der Ostsee gestiegen sein, um die Küstenbewohner an der Rigaer Bucht vor dem Verhungern zu retten. (Wiederholung)
Radio Berlin Brandenburg Fernsehen (rbb)
Dienstag, 17. Juli 2018
12.15 - 13.00 Uhr

Eine Reise durch Estland

Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Estland trumpft auf mit der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Zeit als bedeutende Hansestadt Reval, vom Leben im späten Mittelalter und als Teil des russischen Zarenreichs. Kleine Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in mittelalterlicher Tracht bestimmen das Straßenbild. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage ? nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen ? hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist Etliches noch genau wie vor vielen hundert Jahren. (Wiederholung)
ARTE
Donnerstag, 19. Juli 2018
06.40 - 07.10 Uhr

Neuland

Die Insel der Frauen

In der wechselvollen Geschichte der estnischen Insel Hiiumaa gab es viele Fremdherrscher, häufig war die Insel begehrter Spielball der Mächtigen. Bis zur estnischen Unabhängigkeit 1991 war die gesamte Küste des estnischen Eilands militärisches Sperrgebiet, seine Strände durften ohne Genehmigung nicht betreten werden. Sie waren für die Sowjets ein wichtiger strategischer Außenposten in Richtung Westen. Lange für Ausländer und Touristen gesperrt, gibt es heute fast stündlich eine Fährverbindung über die Ostsee. Sie bringt vor allem die Männer der Insel zur Arbeit aufs Festland. Denn ? mag es noch so viel Ruhe und viele Naturschönheiten geben ? Arbeit ist auf Hiiumaa Mangelware. Wie man dort trotzdem glücklich wird und was den besonderen Reiz Hiiumaas für seine Einwohner ausmacht, davon berichtet Andreas Korn bei seinem Besuch. Auf Estlands größter Insel trifft er auf lebensfrohe, genügsame Menschen, die sich das Erbe aus Sowjetzeiten zunutze machen und sich auf kreative Art und Weise eine Lebensgrundlage geschaffen haben. Menschen, die beweisen, wie man aus Vorhandenem das Beste machen und gewachsene Grenzen erfolgreich überwinden kann. (Wiederholung)

Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3)
Donnerstag, 19. Juli 2018
21.00 - 21.45 Uhr

mareTV

Auf der Kurischen Nehrung

Die Kurische Nehrung ist eine grandiose Landschaft: 98 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle gerade einmal 380 Meter breit. Eine Landzunge voller Kontraste: mit Dünen, Wäldern, sturmumtostem Ostseestrand und stillem Haff. Mitten in den Dünen von Nida hat der jüngste Oberförster Litauens sein Revier. Der "Dünenförster" ist ein angesehener Mann auf der Kurischen Nehrung. Erst Bäume, gepflanzt von den Preußen, stoppten die wandernden Sandmassen und machten die "ostpreußische Sahara" bewohnbar. In der Kolchose der "Werktätigen der Meere" herrscht Aufbruchstimmung. Der Direktor des Fischerkollektivs krempelt im russischen Rybatschi, dem ehemaligen Rossitten, alles um. Erste revolutionäre Tat: ein neuer Umkleideschuppen. Doch die Freundin des jungen Fischers Andrej Karankjewtisch ist nicht begeistert. Ihr Liebster muss immer sehr früh aufstehen, und sein Beruf ist gefährlich. Am Strand von Nida sucht Kazimieras Mizgiris nach dem Gold des Meeres: Bernstein. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Kurische Nehrung ein Eldorado für Bernsteinsucher. Kazimieras sammelt, schleift und verkauft die versteinerten Harzbrocken. Bernstein in Wodka aufgelöst bietet er als Hochprozentigen an: "Bernsteinwodka", eine goldfarbene Wundermixtur, mit angeblich Potenz steigernder Wirkung. Versteckt im Dünenwald des russischen Teils der Kurischen Nehrung befindet sich die älteste Vogelwarte der Welt. Mikhail Markovjetz ist hier der "Herr der Ringe". Mit riesigen Netzen fangen er und seine Mannschaft Vögel, zählen, beringen und katalogisieren die Tiere. Die Nehrung ist Rastplatz und Lebensraum für rund 300 Vogelarten. In 25 Dienstjahren hat Mikhail schon fast 400.000 Vögel beringt. Am liebsten würde er die Million voll machen. Auf der litauischen Seite versucht Ausra Feser alte Traditionen unters junge Volk zu bringen. Die Heiratsplanerin organisiert einen Junggesellinnen-Abschied und zwar typisch für die Nehrung: in Tracht, mit Gesang, Tanz und Bootspartie. Zehn Freundinnen sind eingeweiht; nur die Braut ahnt noch nicht, was ihr blüht. In Rybatschi hat Julia Karnavina den Posten der Direktorin des Kulturhauses inne. Die Mittdreißigerin will frischen Wind in den "Ort der Fischer" bringen. Sie plant eine "Jeans-Party" für die Jugend, mit Tanz und Tombola. (Wiederholung)

Hessischer Rundfunk Fernsehen (HR)
Samstag, 21. Juli 2018
Sonntag, 22. Juli 2018
20.15 - 21.00 Uhr
04.40 - 05.25 Uhr

Wildes Baltikum

Die Küste

Im Baltikum liegen die längsten Strände der Ostsee. Hunderte Kilometer weißer Sand, bis zu fünfzig Meter hohe Dünen und der Baltische Glint ? ein steiles, an der Wasserlinie aufragendes Kalksteinplateau ? wechseln einander ab. Ein Riese namens Töll soll der Sage nach diese Landschaften geschaffen haben. Mit großen Eiszeitfindlingen habe er wie mit Murmeln gespielt, breite Sandstrände aufgeschüttet und Buchten geformt. Gemeinsam mit Tausenden, vielfach unbewohnten Inseln prägen sie die herausragend schöne und im restlichen Europa wenig bekannte baltische Ostseeküste. Der erste Teil der zweiteiligen Naturdokumentation zeigt die Naturschönheiten wie die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, die romantischen Strände der lettischen Ostsee oder die Inselwelten Estlands. Immer wieder fasziniert die menschenleere und fast unberührte Natur. Im Winter bringen Ringelrobben auf dem Packeis ihre Jungen zur Welt. Die Hengste der Konik-Wildpferde liefern sich im Frühling erbitterte Kämpfe, und durch die Dünenwälder fliegen farbenprächtige Blauracken, die nirgendwo weiter nördlich in Europa vorkommen. Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung. Auf den Inseln rund um Saaremaa in Estland jagen Kegelrobben nach Fisch. Sie teilen sich den Archipel mit der größten Seeschwalbe Europas, der Raubseeschwalbe. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Ostseeküste der drei baltischen Länder aus luftiger Perspektive, und extreme HD-Zeitlupen gewähren besondere Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner. Einfühlsam porträtieren die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild die einzigartige baltische Küste. (Wiederholung)

Hessischer Rundfunk Fernsehen (HR)
Samstag, 21. Juli 2018
Sonntag, 22. Juli 2018
21.00 - 21.40 Uhr
05.25 - 06.10 Uhr

Wildes Baltikum

Wälder und Moore

Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis bietet vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben über 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Große Bärenmännchen können ihrem Nachwuchs gefährlich werden. Besonders während der Paarungszeit sind sie aggressiv und töten Jungbären, die sich in der Nähe der Weibchen aufhalten. Moore, Seen, Flüsse ? überall im Baltikum bestimmt Wasser den Rhythmus der Natur. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa Nationalpark im Westen Estlands in einen riesigen See. So ist die Region kurz nach der Schneeschmelze nur noch mit dem Boot zu erreichen. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland. Anfang Mai ziehen Rußnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die bis zu einem halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Viele bringt dieses Hindernis an den Rand der Erschöpfung. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Und an die 1.000 Wölfe gehen in Lettlands Wäldern auf die Jagd. Litauen ist das Land der Störche ? mit über 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum. Die Dokumentation führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah geblieben sind. (Wiederholung)

PHOENIX
Donnerstag, 26. Juli 2018
12.15 - 12.45 Uhr
18.00 - 18.30 Uhr

Leben mit dem großen Bären

Estland - Lettland - Litauen
In der Nordost-Ecke Europas weiß man, wie man mit dem großen Bären umgehen muss. Esten, Letten und Litauer sangen die Sowjets einst buchstäblich aus dem Land. Das war 1989 ? ein wahres Meisterstück und als "singende Revolution" in jedem Geschichtsbuch zu finden. Endgültig in Sicherheit wähnten sich die Balten, als sie 2004 EU und NATO beitraten ? und Moskau das geschehen ließ. Doch seit Russland begonnen hat, Grenzen in Europa zu verschieben, sind die Sorgen zurück. (Wiederholung)
3sat
Samstag, 28. Juli 2018
15.30 - 16.00 Uhr

Lettland - Reise durch zwei Welten

Lettland ist ein grünes Land an der Ostsee. Die Menschen dort sind für ihre Gastfreundschaft berühmt ? Touristen gegenüber, weniger jedoch gegenüber der großen russischsprachigen Minderheit. Clas Oliver Richter macht sich auf eine Reise durch das sommerliche Land, reist von der Ostseeküste über die Hauptstadt Riga den Fluss Daugava hinunter bis an die weißrussische Grenze. Er trifft starke Menschen, die für eine gemeinsame Zukunft der Bevölkerung einstehen. Die russischsprachige Minderheit ist das Erbe der sowjetischen Besatzungszeit und wird misstrauisch beäugt. Die Ukraine ist nicht fern, die Grenze zu Russland wird wieder scharf bewacht. Es herrscht Angst vor einer Invasion durch Russland. Und die Sorge, auf welcher Seite die vielen russischstämmigen Bewohner Lettlands stehen, denen seit Jahrzehnten Chancengleichheit verwehrt wird. Wie leben die Letten in diesen Zeiten zusammen? Gibt es noch Freundschaft? Wo knirscht es im Alltag? In Karosta lebt Tatjana inmitten alter Häuser aus der Zarenzeit, bewacht von der wunderschönen orthodoxen Kirche. Tatjana leitet eine Sozialstation für vernachlässigte Kinder. Sie bereitet sie auf ein Leben vor, in dem sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können. Ganz anders der Alltag von Natalja, einer ehemaligen Bankerin aus Moskau. Sie wohnt in Jurmala, einem mondänen Badeort in der Nähe von Riga. Es ist eine Welt der Superreichen. Natalja will in die EU, und in Lettland können sich Russen mit Investitionen in teure Immobilien auch Reisefreiheit in Europa erkaufen ? im Gegenzug erhält man ein Schengen-Visum. In Riga ist fast jeder zweite Einwohner russischstämmig. Und dennoch stehen sie oft am Rand. Geduldet von den Letten. Aber wenn die Russen den "Tag des Sieges" der Sowjetunion über Nazi-Deutschland feiern, dann gehört ganz Riga ihnen. Und was halten die Letten davon? Sie verkaufen den Russen Blumen zum Feiern. Jeder muss eben überleben. Ilze, eine starke Frau ganz aus dem Südosten Lettlands, betreibt einen Pferdehof unmittelbar an der Grenze zu Weißrussland. Der Endpunkt dieser langen Reise. Viele haben die Gegend in den vergangenen Monaten verlassen, aus Sorge wegen der politischen Situation. Aber Ilze will sich nicht unterkriegen lassen ? sie bemüht sich um Kontakte über die Grenze hinweg und baut auf ihre Zukunft in Lettland. (Wiederholung)
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3)
Sonntag, 29. Juli 2018
Montag, 30. Juli 2018
18.00 - 18.45 Uhr
02.05 - 02.50 Uhr

Ostseereport

Die Letten feiern das 100-jährige Bestehen der Unabhängigkeit / Dänemark: 50-jähriges Jubiläum bei Legoland? in Billund / Island: Nach dem Krieg gingen junge deutsche Frauen als Arbeitskräfte nach Island und sind geblieben

Die Letten feiern das 100-jährige Bestehen der Unabhängigkeit mit dem größten Sänger- und Tanzfest der Welt. 43.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeben sich in einen Rausch der Melodien, singen und tanzen für mehr als 500.000 Besucher. Vor Ort ist auch "Ostseereport"-Moderatorin Kristin Recke. Sie begleitet eine Gruppe deutsch-lettischer Sänger und Tänzer, die sich per Casting für die Teilnahme qualifiziert haben. Der "Ostseereport" ist dabei, wenn Sängerinnen und Sänger im riesigen Chor nach Stimmen verteilt werden. Wie groß ist die Aufregung und wie groß der Aufwand der Organisatoren, um eine Show auf die Beine zu stellen, die nach wenigen Stunden ausverkauft war? Die Regierung Lettlands hat mehr als 37 Millionen Euro allein in den Ausbau der beiden Veranstaltungsorte gesteckt. Weitere Themen der Sendung: Dänemark: 50-jähriges Jubiläum bei Legoland? in Billund Island: Nach dem Krieg gingen junge deutsche Frauen als Arbeitskräfte nach Island und sind geblieben.