INFOBALT-Fernsehvorschau

Bitte beachten: Aufgelistet sind hier, als allgemein kostenfrei zugängliche Serviceleistung des Vereins INFOBALT e.V., eine Auswahl von Fernsehsendungen mit Bezug zu Themen Estlands, Lettlands und Litauens. Sendezeiten und Infos ohne Gewähr. Gerade bei Spartensendern wie N24, Phoenix oder 3sat können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern. Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt (allerdings in ehrenamtlicher Arbeit, bitte verzeihen Sie uns Lücken ...)

Stand: 17. September 2017 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

Sender
Datum
Uhrzeit
Sendung
Westdeutscher Rundfunk Fernsehen
Bayrischer Rundfunk Fernsehen
Südwest Rundfunk Fernsehen (SWR)
Montag, 18. September 2017
Dienstag, 19. September 2017
Donnerstag, 5. Oktober 2017
14.30 - 15.15 Uhr
11.55 - 12.40 Uhr
15.15 - 16.00 Uhr

Eine Reise durch Estland - Altstadtromantik, Inselwildnis und Herrenhausromantik

Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Estland trumpft auf mit der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Zeit als bedeutende Hansestadt Reval, vom Leben im späten Mittelalter und als Teil des russischen Zarenreichs. Kleine Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in mittelalterlicher Tracht bestimmen das Straßenbild. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage ? nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen ? hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO Welterbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist etliches noch genau wie vor vielen Hundert Jahren ? abgesehen von den klapprigen Mopeds mit Beiwagen, die aus der Zeit als Sowjetrepublik geblieben sind. Wann immer sie über die Insel knattern, lösen sie große Augen und Heiterkeit bei den Festlandbesuchern aus.
ARTE
Dienstag, 19. September 2017
18.35 - 19.20 Uhr

Wilde Ostsee

Von Estland bis Finnland

Zwischen Estland und dem finnischen Schärenmeer liegen Zehntausende von Inseln. Auf Saaremaa, der größten estnischen Insel, schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen. Im Norden der Insel ragt das Panga Cliff empor, eine über 400 Millionen Jahre alte Kalksteinwand. Anfang März dreht der Naturfilmer Christoph Hauschild die Kinderstube der Kegelrobben auf zwei kleinen Inseln in der Rigaer Bucht. Nie zuvor durfte ein Kamerateam die Inseln betreten. Es ist die größte Ansammlung dieser Robbenart in der Ostsee. Nur 200 Kilometer westlich liegt das schwedische Gotland. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, finden sich auf der zweitgrößten Insel der Ostsee. Hier brüten Steinadler auf Bäumen, und im Frühling ist der Boden übersät von Orchideen. Auf der Insel Stora Karlsö existiert die größte Lummenkolonie der Ostsee. Im Juni springen die jungen Lummen zu Hunderten von den Felsen, um mit ihren Vätern in die südliche Ostsee zu schwimmen. 300 Kilometer weiter nördlich liegt Finnlands Schärenmeer. Eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat.

Österreichischer Rundfunk Fernsehen ORF III
Samstag, 23. September 2017
Sonntag, 24. September 2017
Montag, 25. September 2017
11.00 - 11.30 Uhr
09.00 - 09.30 Uhr
09.00 - 09.30 Uhr

Besser Reisen

Rundreise Baltikum

Dieses Mal ist das Team von Besser Reisen im Baltikum unterwegs.Drei eigenständige Staaten mit verschiedenen Sprachen und Kulturen : Estland, Lettland und Litauen.Die Rundreise beginnt in Tallinn , der Hauptstadt Estlands, ein gelungene Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, in der Mittealter und Moderne miteinander verschmelzen.Nach einem kurzen Stopp im Seebad Pärnu mit seinem kilometerlangen feinen Sandstrand bringt uns die Tour nach Riga, der Hauptstadt Lettlands , die bekannt für ihre abwechslungsreich Architektur ist.Historische prächtige Gildehäuser und ein Jugendstilviertel das weltweit für großes Aufsehen sorgt.Die nächste Station ist das Schloss Rundale im Süden Lettlands, eines der bedeutendsten barocken Bauwerke des Landes.In Litauen steht der Berg der Kreuze am Programm, ein magischer Ort des Glaubens und des Nationalbewusstseins und beliebter Wallfahrtsort.Die Tour führt anschließend zu einem Naturparadies der besonderen Art: die Kurische Nehrung, ein 100 Kilometer langer schmaler Festlandstreifen der vor 5.000 Jahren von Meereswellen, Sand und Wind geformt wurde. Riesige Wanderdünen, Reiher ? und Kormorankolonien und idyllische Fischerdörfer prägen diese außergewöhnliche Landschaft.Die letzte Station ist die Hauptstadt Litauens ? Vilnius, die auch oft das "Rom des Nordens" genannt wird. Barockarchitektur vom Feinsten und 40 Kirchen prägen die Stadt. Man fühlt sich fast wie im Freilichtmuseum, alles atmet Geschichte , aber auf eine leichte luftige Art.Sonderflüge und Rundreisen in die baltischen Staaten finden 2018 wieder von Juni bis August statt.

Das Erste
Samstag, 23. September 2017
21.45 - 23.15 Uhr

Nord bei Nordwest - Käpt'n Hook

Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) ist gerade frisch in das beschauliche Ostsee-Städtchen Schwanitz gezogen. Hier will er Abstand von seinem früheren Leben als Großstadtcop gewinnen und zu Ruhe kommen. Er hat sich ein altes Boot gekauft und trägt sich mit dem Gedanken, im Ort eine Tierarztpraxis zu eröffnen. Das freut besonders die quirlige Tierarzthelferin Jule Christiansen (Marleen Lohse), deren Chef sich gerade das Leben genommen hat ? indem er des Nachts mit seinem Auto vorsätzlich ins Hafenbecken raste. Ein außergewöhnliches Ereignis für das kleine Städtchen. Als Jacob selbst dann auf einen herrenlosen Fischkutter stößt und dort neben einem vor sich hinplappernden Papagei namens Käpt'n Hook auch noch zwei Leichen entdeckt, gerät Kriminalkommissarin Lona Vogt (Henny Reents) in helle Aufregung. So etwas hat es die letzen 35 Jahre, die sie hier in der Lübecker Bucht lebt, nicht gegeben. Sofort ahnt die pragmatisch veranlagte, aber durchaus zum Zupacken gewillte junge Polizistin, dass hier etwas Unheilvolles vorgeht, und macht sich an die Ermittlungsarbeit. Und ehe er sich versieht steckt auch Hauke wieder mitten drin, in einem Fall von internationalem Format: Zwei lettische Heranwachsende sind von einem der großen Fährschiffe getürmt, haben sich an Land gerettet und fliehen vor ihren Verfolgern, dem zwielichtigen Verbrecherduo Matthias Keller (Jan Henrik Stahlberg) und Viktors Berzins (Tambet Tuisk). Während Keller und Berzins die Gegend nach ihrer verschwundenen "Ware" absuchen, haben die Mädchen auf dem Gut des alleinstehenden Bauern Thorsten Riemann (David Bredin) Unterschlupf gefunden. Doch ihre Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen. Nur gut, dass es Lona Vogt gibt. Gemeinsam mit Hauke stellt sie sich den kaltblütigen Kriminellen in den Weg. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Sie sind völlig unterschiedlich, haben aber viel gemeinsam: Mit Lona Vogt und Hauke Jacobs, dargestellt von Henny Reents und Hinnerk Schönemann, stellen sich zwei ungewöhnliche Ermittler den Fernsehzuschauern vor: Während andere Polizisten mit dem Eingangstor ins Haus fallen und dabei die gesamte Fassade einreißen, kommt dieses Duo eher durchs Hintertürchen, um gelassen und pointiert seine Fälle zu lösen. Was nicht heißen soll, dass die beiden nicht auch durchgreifen können. Der liebenswerte Küsten-Krimi mit kauzigen Figuren, nordischem Flair und menschlichen Regungen ist wie eine frische Brise ? aber Vorsicht: Selbst in der scheinbar entlegensten Ostsee-Idylle kann das Verbrechen lauern. Gut, dass es jetzt zwei sympathische Profis gibt, die sich solcher Sachen annehmen. (Wiederholung)
Österreichischer Rundfunk Fernsehen (ORF III)
Sonntag, 24. September 2017
19.20 - 20.15 Uhr

Erlebnis Bühne - Künstlerporträt

Mariss Jansons - Musik ist die Sprache von Herz und Seele
Dieser Film begleitet den charismatischen Dirigenten nach Amsterdam, Riga, St.Petersburg, Wien und Salzburg ? beobachtet ihn bei den Probenarbeiten, bei den Vorbereitungen für das Neujahrskonzert ? und man lernt auch den Menschen Mariss Jansons kennen, wenn er über seine Kindheit in Riga erzählt, wo er als Sohn einer jüdischen Sängerin in einem Versteck auf die Welt gekommen ist. (Wiederholung)
Österreichischer Rundfunk Fernsehen (ORF III)
Sonntag, 24. September 2017
21.05 - 22.40 Uhr

Philharmonisches Konzert mit Mariss Jansons - 175. Geburtstag des Orchesters

Werke von Antonín Dvorák, Richard Strauss und Igor Strawinsky
ORF III ist erneut mit einer Exklusivproduktion im Wiener Musikverein zu Gast. Diesmal wird Star-Dirigent Mariss Jansons die traditionsreichen Wiener Philharmoniker durch das Konzert führen. Für das Programm hat sich Jansons was ganz Besonderes einfallen lassen und Werke von Antonín Dvorák, Richard Strauss und Igor Strawinsky ausgesucht ? eine klangvolle Mischung mit Gänsehautgarantie! Wiener Musikverein, 2017
Das Erste
Tagesschau24
Tagesschau24
Montag, 25. September 2017
Donnerstag, 28. September 2017
Samstag, 30. September 2017
22.45 - 23.30 Uhr
20.15 - 21.00 Uhr
14.15 - 15.00 Uhr

Stresstest für die Bundeswehr

Die Bundeswehr agiert jetzt schon als eine weltweite Einsatzarmee ? und nach dem Willen der Politik soll sie dieses Profil noch schärfen und ausbauen. Doch schafft es die Truppe, die Ziele der Politik auch umzusetzen? Die gefährlichste UN-Mission, an der die Bundeswehr derzeit beteiligt ist, ist sicher die in Westafrika ? eine Herausforderung für Mensch und Material, der sich inzwischen knapp 1000 Frauen und Männer der Bundeswehr im deutsch-niederländischen Camp Castor in der Wüste von Mali stellen. Doch was genau ist die Aufgabe der Bundeswehr in Afrika? Die Autoren Djamila Benkhelouf und Nino Seidel haben u. a. die Soldaten in Gao begleitet und geben einen vielschichtigen Einblick in den Alltag ? ob im Camp oder auf Patrouille. Gefragt sind in Afrika vor allem Spezialkräfte wie zum Beispiel Piloten, Objektschützer oder Kampfmittelbeseitiger. Der Bedarf solcher Spezialkräfte ist hoch, die Ausbildung dauert Monate, mitunter Jahre. Den Mangel an derartigen Fachkräften in der Bundeswehr bekommen die Soldaten in Mali zu spüren: Die Einsätze werden länger. Und es kommen immer neue dazu. In unmittelbarer Nachbarschaft wird wieder aufgerüstet. Die NATO-Präsenz im Baltikum wird durch rund 500 deutsche Soldaten in Litauen gestärkt. So soll im Ukraine-Konflikt Russland etwas entgegengesetzt werden. Für "Die Story im Ersten" haben die NDR-Autoren auch diese Soldaten bei ihrem Einsatz begleitet. Die Neuausrichtung erschwert haben in jüngster Zeit interne Skandale: Missbrauchsvorwürfe und rechtsextreme Soldaten setzten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stark unter Druck. Die Ministerin attestierte der Truppe öffentlich ein Haltungsproblem. Differenzen zwischen Soldaten und oberster Führung sind plötzlich offen sichtbar ? die Truppe ist von der mangelnden Rückendeckung ihrer Dienstherrin enttäuscht, das Verhältnis angespannt. Dabei müssen die politischen Verantwortlichen und die Bundeswehr gerade jetzt einig und eng zusammenstehen, wenn sie gegenwärtigen Ziele und künftigen Herausforderung gemeinsam meistern wollen. "Die Story im Ersten" fragt nach: Wo steht die Bundeswehr im Jahr 2017? Wie hat sie sich in den vergangenen Jahren verändert? Wie stellt sie sich den neuen europäischen und internationalen Krisen und Umbrüchen? Und ist sie ihnen gewachsen?
Spiegel Geschichte
Spiegel Geschichte
Kabel eins doku
Kabel eins doku
Dienstag, 26. September 2017
Mittwoch, 27. September 2017
Samstag, 30. September 2017
Donnerstag, 5. Oktober 2017
01.05 - 01.55 Uhr
03.20 - 04.05 Uhr
23.35 - 00.15 Uhr
23.55 - 00.35 Uhr

Die Nazi-Jäger

Herbert Cukurs
Er wurde "Der Henker von Riga" genannt: Der Lette Herbert Cukurs kollaborierte mit den Nazis und soll für die Ermordung von über 30.000 Menschen verantwortlich gewesen sein. Dem Verbrecher gelang es, sich nach Brasilien abzusetzen, wo er fast 20 Jahre lang in Freiheit lebte. Erst als ihm der israelische Geheimdienst auf die Spur kam, musste er für seine Gräueltaten büßen. (Wiederholung)
KiKa
Sonntag, 1. Oktober 2017
13.40 - 14.10 Uhr

Die Pfefferkörner

Staffel 2, Folge 1 von 13, Würmer für die Braut
Würmer für die Braut: Nataschas Mutter Ilze wirbelt durch die Küche. Der Restaurantkritiker Cliquot hat sich zur Hochzeit von Janas Vater Sebastian und seiner Freundin Jacqueline angesagt. Ilze will ihn mit ihrem neuen, Catering-Services beeindrucken. Da entdeckt sie schockiert die leergegessenen Heringspfännchen, die sie als lettische Begrüßungsspezialität servieren wollte. Am Kühlschrank prangen noch Colas Pfoten-abdrücke! Als kurz darauf Vivi ganz grün im Gesicht aus der Toilette tritt, ahnt Cem Böses. Vivi hat eine Fischvergiftung. Auch sie hat von den verdorbenen Heringspfännchen genascht. Die ganze Hochzeitsgesellschaft ist in Gefahr! Jana und Fiete versuchen die restliche Pfännchen heimlich vom Hochzeitsbüffet zu entfernen, damit Ilzes Ruf keinen Schaden nimmt. Natascha läuft zum Fischgroßhandel, um den weiteren Fischverkauf zu stoppen. Zu spät durchschaut sie den skrupellosen Vorarbeiter, der wissentlich die verdorbene Ware an seine Kunden verkauft hat. Eingesperrt im Kühlraum erscheint Nataschas Lage beinah aussichtslos. Doch dann gelingt es ihr, einen Hilferuf abzusetzen und Ilze kann ihre Tochter befreien. Auf der mit Lampions beleuchteten Rickmer Rickmers können die Pfefferkörner nun endlich Sebastians Hochzeit feiern. Wenn Fiete nur wüsste, in welchem seiner vielen selbstgebackenen Muffins das Freundschaftsarmband für Natascha steckt. ... (Wiederholung)
3sat
Bayrischer Rundfunk Fernsehen (BR)
Freitag, 29. September 2017
Donnerstag, 5. Oktoer 2017
17.05 - 17.45 Uhr
10.25 - 11.10 Uhr

Die Ostsee

Zwischen Deutschland und Estland

Bis heute ist die Ostsee im Wandel. Eine einmalige Entstehungsgeschichte prägt das Meer und die Küste mit einer vielfältigen und interessanten Tier- und Pflanzenwelt. Die Entdeckungsreise von Mecklenburg bis nach Estland führt vorbei an den Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50 000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den Kreidefelsen Rügens, die schon Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen, in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund, zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort geht es über die polnische Grenze, um die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen Danzigs, heute Gdansk, zu erkunden. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums. (Wiederholung)

Bayrischer Rundfunk Fernsehen (BR)
Sonntag, 1. Oktober 2017
08.30 - 09.55 Uhr

Sommerdetektive

Markus, Emilia, Rosanna und Karl verbringen ihre Sommerferien in der Kurstadt Haapsalu in Estland. Nach dem Diebstahl einer wertvollen Uhr verfolgen die Kinder mit detektivischem Spürsinn einen Fall, der bis in die Geschichte des 15. Jahrhunderts zurückführt. In der ruhigen Kurstadt Haapsalu in Estland verbringen Markus, Emilia, Rosanna und Karl ihre Sommerferien. Doch nach dem Diebstahl einer wertvollen Uhr überschlagen sich die Ereignisse. Mit detektivischem Spürsinn verfolgen die Kinder den Fall, der bis in die Geschichte des 15. Jahrhunderts zurückführt. Können die vier den geheimnisvollen Uhrendiebstahl aufklären? Und was ist mit dem wertvollen Schatz, der seit Jahrhunderten als verschollen gilt? Gibt es ihn wirklich, und wo ist er verborgen? Er soll die Formel enthalten, wie Gold hergestellt werden kann. Eine unglaubliche Geschichte, der die Kids gemeinsam auf den Grund gehen ... (Wiederholung)
Westdeutscher Rundfunk Fernsehen (WDR)
Sonntag, 1. Oktober 2017
09.20 - 10.15 Uhr

Arvo Pärt | Robert Wilson - Das verlorene Paradies

Er ist der meistaufgeführte zeitgenössische Komponist weltweit. Und dennoch tritt er nur selten in der Öffentlichkeit in Erscheinung, schweigt am liebsten zu seiner Musik, fühlt sich in den Wäldern Estlands besonders zu Hause und erzeugt damit womöglich unfreiwillig das Image eines Einsiedlers, das ihm immer wieder zugeschrieben wird: Arvo Pärt. Tatsächlich umgibt den estnischen Komponisten, der am 11. September 2015 seinen 80. Geburtstag feiert, allein durch sein Äußeres die Aura eines Mystikers und Asketen. Dabei sagt er selbst: "Ich bin kein Prophet, kein Kardinal, kein Mönch, nicht einmal Vegetarier." Zweifelsohne aber ist er ein gläubiger Mensch, der seit 1970 der russisch-orthodoxen Kirche angehört. Auf Druck des ehemaligen sowjetischen Machtapparats musste er sein Heimatland Estland 1980 verlassen. Über Wien kam er nach Berlin, das zu seiner zweiten Heimat und gleichzeitig Ausgangspunkt seiner weltweiten Karriere wurde. Der Dokumentarfilm "Das verlorene Paradies" von Günter Atteln begleitet Arvo Pärt über den Zeitraum eines Jahres in Estland sowie auf Reisen in den Vatikan und nach Japan, wo Pärt im Oktober 2014 den Praemium Imperiale, die weltweit höchste Auszeichnung im Bereich Musik, erhielt. Die Klammer für den Film bildet die Inszenierung "Adam's Passion" zu drei Schlüsselwerken von Arvo Pärt, die der US-amerikanische Star-Regisseur Robert Wilson im Mai 2015 in einer ehemaligen U-Boot-Fabrik in Tallinn auf die Bühne brachte. Beide Künstler sind von Licht und Farben fasziniert. Für Wilson ist das Licht der wichtigste Teil des Theaters, und Pärt sagt: "Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind." Die Bühnenproduktion "Adam's Passion" basiert auf der biblischen Geschichte vom Sündenfall Adams, die Arvo Pärt seit vielen Jahren in seinem künstlerischen Schaffen beschäftigt. So wird in seinem bereits 2009 entstandenen Werk "Adam's Lament" zu Texten des Mönchs Siluan von Athos der Schmerz Adams über den Verlust des Paradieses und der Zuwendung Gottes beklagt. Ausgehend von der Geschichte Adams und ihrer Deutung im Werk von Arvo Pärt gibt der Film "Das verlorene Paradies" intensive und persönliche Einblicke in das Leben und die Biographie eines der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit. "Die Geschichte von Adam, das ist die Geschichte der gesamten Menschheit. Und sie ist sehr tragisch." (Arvo Pärt)
KiKa
Sonntag, 1. Oktober 2017
16.20 - 16.45 Uhr

Schau in meine Welt!

Annis Insel
Annis Insel: "Auf Kihnu ist es nicht egal, was du anhast. Bist du glücklich, dann ziehst du den roten Rock an mit der roten Schürze und dem roten Kopftuch. Aber wenn du eine traurige Zeit in deinem Leben hast, dann trägst du alles in blau", erklärt die 10-jährige Anni aus Estland. Anni lebt auf einer winzigen Insel in der Ostsee namens Kihnu. Diese ist wie ein kleines Land mit sehr alten Traditionen. Auf Kihnu tragen Frauen und Mädchen gestreifte Wollröcke, die Menschen spielen Akkordeon und haben eigene Volkstänze und Lieder. Anni ist 10 Jahre alt und wohnt mit ihrer Familie in einem der vier Inseldörfer. Nur noch knapp 500 Menschen leben hier, in der Schule sind nur 29 Kinder. Hier lernt Anni Akkordeon und Tanzen auf Kihnu ganz normale Fächer wie Mathe oder Englisch. Außer der Schule gibt es einen Leuchtturm, eine Kirche, den Fährhafen, ein Museum und ein Vereinsheim. Hier finden oft Feiern statt, denn die Insulaner lieben Feiern. Am Samstag ist ein großes Fest Anni und ihre Mitschüler üben dafür. Sie wird ein Solo singen, aber das macht ihr gar nichts. Viel cooler ist nämlich etwas anderes, für das sie trainiert: ihre Freundinnen haben auf YouTube Hip Hop entdeckt und wollen am Samstag einen Tanz zum Besten geben. Dabei soll ihnen Silvia helfen. Mit der zugezogenen Kanadierin reden die Kinder estnisch, weil Silvia den besonderen Dialekt der Insel nicht verstehen würde. Dafür hat sie einen total coolen englischen Akzent, wenn sie estnisch spricht. Anni liebt ihre Insel. Manchmal darf sie bei ihrer Tante Marge im Seitenwagen von deren altem Moped über die Insel donnern das haben die Frauen auf Kihnu schon so gemacht, als noch nicht einmal Annis Mutter geboren war. Annis Vater ist Seemann und nur jeden zweiten Monat zuhause. "Wenn er auf See ist, vermissen wir ihn und dann warten wir auf ihn", erzählt Anni. "Aber wenn er da ist, dann macht er viel mit uns." Heute nimmt Papa sie mit raus aufs Meer, Netze zum Fischen auslegen. Annis Mutter arbeitet im Tourismus sie zeigt den Besuchern vom Festland die kleine Insel und erklärt den Sommergästen die Traditionen. Mama hat Anni ein eigenes Zimmer versprochen, denn im Moment müssen sich die beiden jüngsten noch ein Zimmer teilen eher uncool. Bei Festen tanzen auch Frauen mit Frauen, weil die Seemänner ja oft nicht hier sind. Auch mit dieser Tradition wird Anni groß. Von klein auf singt sie, spielt Geige und Akkordeon, die beiden typischen Instrumente der Insel. Anni mag die alten Volkslieder der Inselfeste. Die Tracht kann man jeden Tag tragen. An der Farbe der Streifen erkennt man, ob eine Frau sorgenlos ist oder ob jemand gestorben ist. Anni geht mit ihrer Mutter auf eine Beerdigung. Die Verstorbene war schon alt, nun tragen alle Frauen ihre Trauerröcke mit den dunkelblauen und schwarzen Streifen, dazu blaue Kopftücher und Schürzen. Anni trägt zwar auch ein blaues Kopftuch, aber sie besitzt noch keinen blauen Rock. Kinder haben nämlich nur rote Röcke, weil Rot die fröhlichste Farbe ist und Kinder immer glücklich sind. Mares Mutter hat im Lagerhaus eine Truhe mit verschiedenfarbigen Röcken, und auch Anni bekommt so eine Truhe, wenn sie mal heiratet. Anni liebt Kihnu und möchte ihre eigenen Kinder hier groß ziehen. Sie kennt natürlich alle Inseljungs und kann sich ausrechnen, dass wenn sie hier bleibt einer von ihnen als Ehemann in Frage kommt. Diese Vorstellung ist zwar noch etwas komisch für sie, aber eins weiß Anni ganz genau: dass sie hier bleiben will. Auf ihrer Insel Kihnu.
Radio Fernsehen Berlin Brandenburg (rbb)
Montag, 2. Oktober 2017
15.15 - 16.00 Uhr

Grenzland - Vom Baltikum zur Akropolis

Von Estland bis nach Weißrussland

Von Narva in Estland bis nach Athen in Griechenland, vom Baltikum zur Akropolis. Ein rbb-Team hat sich auf die Reise gemacht zu den Menschen diesseits und jenseits der Außengrenze der Europäischen Union. Der alte Traum von einem geeinten Europa sollte ein gutes Stück mehr Wirklichkeit werden, zehn Staaten Ost- und Südosteuropas wurden 2004 in die Europäische Union aufgenommen. Die Teilung Europas schien einmal mehr überwunden. Wie sieht heute, zwölf Jahre später, die Realität aus? Nicht nur eine Wohlstandsgrenze trennt beide Seiten, immer häufiger dient der Verweis auf die Unterschiedlichkeit der Wertesysteme zur gegenseitigen Abgrenzung. Europa ist sich nicht nur näher gekommen, es ist sich auch fremd geworden. Wie spiegelt sich diese Situation im realen Leben der Menschen links und rechts der EU-Außengrenze wieder? Ein Ehepaar betreibt eine Rauchsauna in der Einsamkeit estnischer Wälder, ein pensionierter Sowjetoffizier sammelt Schrottautos für sein Privatmuseum, ein Verein kümmert sich um die vergessenen Schlachtfelder in Russlands Westen, Lettlands größtes Lokomotiv-Reparaturwerk hofft auf Aufträge aus Westeuropa, eine litauische Katholikin besucht das ehemalige KGB-Gefängnis in Vilnius und das Geheimnis vom ¹akotis wird im litauischen Bezirk Alytus nahe der weißrussischen Grenze enthüllt. Die EU-Außengrenze bestimmt den Reiseweg von Norden nach Süden. Städte, Dörfer und Landschaften mit ihren Menschen links und rechts des Weges sind die Stationen der Reise. (Wiederholung)

Schweizer Rundfunk Fernsehen (SRF 1)
Mittwoch, 4. Oktober 2017
25.50 - 01.30 Uhr

Europe she loves

Europa wird heimgesucht von wirtschaftlichen und sozialen Krisen. Vier Paare schlittern an ihren Rändern mit Witz, Charme, Sex und viel Leidenschaft durchs Leben. In Sevilla erleben Juan, 21, und Karo, 23, das Wunder einer ersten grossen Liebe. Aber Juan will keinen Plan für sein Leben und Karo braucht dringend einen. Siobhan, 28, und Terry, 23, leben in Dublin. Zu Beginn ihrer Beziehung war ihre Liebe vom gemeinsamen Heroinkonsum geprägt. Nun seit einer Weile drogenfrei, geht ihnen in ihrem neuen Alltag schleichend die Leidenschaft verloren. In Tallinn, nahe der nordöstlichen Grenze von Europa, haben Veronika, 29, Gogo-Tänzerin und ihr Partner Harri, 31, alle Hände voll zu tun, um das Leben in einer Patchworkfamilie zu meistern. Veronikas Ältester, Arthur, wird dabei zu einem Prüfstein für ihr Vertrauen zu Harri: Sie will, dass er ihn als seinen eigenen Sohn akzeptiert. Gleichzeitig versucht in Thessaloniki, Penny, 23, ihren langjährigen Freund Niko, 31, zu verlassen, um von Griechenland wegzugehen und in Italien zu arbeiten. Doch wie soll sie jemanden verlassen, der so sehr liebt? Vier Paare, geographisch getrennt, lieben zu Zeiten der Krise. Das Körperliche und Emotionale wird zum einzigen Rückzugsort, ein unstetiger Hafen der Geborgenheit im Kampf um eine Zukunft. Eine in sich verwobene, episodische Parabel für einen Kontinent.