INFOBALT-Fernsehvorschau

Bitte beachten: Aufgelistet sind hier, als allgemein kostenfrei zugängliche Serviceleistung des Vereins INFOBALT e.V., eine Auswahl von Fernsehsendungen mit Bezug zu Themen Estlands, Lettlands und Litauens. Sendezeiten und Infos ohne Gewähr. Gerade bei Spartensendern wie N24, Phoenix oder 3sat können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern. Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt (allerdings in ehrenamtlicher Arbeit, bitte verzeihen Sie uns Lücken ...)

Stand: 19. Mai 2018 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

Sender
Datum
Uhrzeit
Sendung
PHOENIX
Montag, 21. Mai 2018
Dienstag, 22. Mai 2018
Sonntag, 27. April 2018
16.30 - 16.45 Uhr
00.00 - 00.15 Uhr
18.15 - 18.30 Uhr

Vilnius - Spurensuche im Jerusalem des Nordens

Wenn man wissen will, wie die Sowjetunion auf dem jüdischen Erbe herum getrampelt hat, muss man mit Amit Belaite in Vilnius auf Spurensuche gehen. In allem liegt eine Wehmut und Sehnsucht, etwa wenn Amit durch das frühere Ghetto streift und in die Hinterhöfe schaut. Fast alle litauischen Juden starben, umgebracht von SS-Truppen und einheimischen Helfershelfern.
Radio Fernsehen Berlin Brandenburg (rbb)
Freitag, 25. Mai 2018
15.15 - 16.00 Uhr

Die Memel

Stiller Fluss mit bewegter Geschichte

Etwa 40 Kilometer südwestlich der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinigen sich die drei Quellflüsse Uscha, Loscha und Njemenec zur Memel. Dieser Fluss hat in jeder Sprache seinen eigenen Namen. In Weißrussland heißt die Memel Njoman, nachdem sie kurz hinter Grodno Litauen erreicht, ist ihr Name Nemunas. Es gibt sicher größere, wildere, spektakulärere Flüsse in Europa, aber wohl keinen, dessen Name so sehr für eine Region steht, in der die Grenzen häufig wechselten, und die Menschen sehr oft litten. Davon handelt dieser Film. Ein NDR Fernsehteam folgt dem Verlauf des Flusses über fast 1.000 Kilometer von der Quelle in Weißrussland bis zum Memeldelta, wo sich die Mündungsarme in die Ostsee ergießen. Auf der langen Reise kommt es zu Begegnungen mit Menschen links und rechts der Memel. An dem stillen Fluss mit der bewegten Geschichte sind die Grenzen zwischen Gestern und Heute, zwischen Vergangenheit und Gegenwart oft fließend. Menschen lassen Einblicke in ihr Leben zu. Die junge weißrussische Familie, die nahe der Memel in einem kleinen Dorf ihren Traum vom einfachen Leben verwirklicht hat, ebenso wie der alte litauische Partisan, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gegen die russischen Besatzer kämpfte und zehn Jahre seines Lebens in sowjetischer Lagerhaft verbrachte. Es gibt Begegnungen mit einem Zeidler, einem Waldimker, und in Kaunas mit zwei Tauchern, die Relikte des Krieges vom Grund der Memel bergen. Kaunas war einst ein bedeutendes jüdisches Zentrum. Von ehemals 30 Synagogen ist nur eine einzige übrig geblieben. In Sowjetsk, dem früheren Tilsit, auf der anderen Seite der Memel in der zu Russland gehörenden Oblast Kaliningrad, dem Königsberger Gebiet, gelegen, trifft das Fernsehteam einen jungen Schauspieler. Und es erlebt eine Stadt, in der außer ein paar Gebäuden, die den Krieg überstanden haben, nicht mehr viel an die Jahrhunderte erinnert, in denen Sowjetsk Tilsit hieß und deutsch war. Zurück in Litauen: Es gibt ein Treffen mit einem alten Mann, der einmal ein sogenanntes Wolfskind war, eines von ein paar Tausend deutschen Kindern, die in den letzten Kriegstagen von Ostpreußen, als eine Welt im Bombenhagel unterging, über die Memel nach Litauen flüchteten und nur überlebten, weil sie Aufnahme bei litauischen Familien fanden. Durch das alte Memelland, das einst zu Ostpreußen gehörte, geht die Reise entlang der Memel weiter bis zum Delta. Es ist ein wildes Stück Natur, eine Wasserwildnis wie ein Aderngeflecht mit heimlichen Buchten, Erlenbrüchen, Urwäldern aus Schilf, durch die die Mündungsarme der Memel zur Ostsee fließen.

Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3)
Samstag, 26. Mai 2018
12.15 - 12.45 Uhr

Weltreisen

Estlands stiller Peipussee

Der Peipussee in Estland ist einer der größten Seen Europas. Achtmal größer als der Bodensee wirkt er wie ein kleines Meer. Die östliche Hälfte gehört zu Russland, die westliche zu Estland. Bei den Menschen in Estland spielt der See eine besondere Rolle. ARD-Korrespondent Clas Oliver Richter und sein Team reisen am Ufer des Peipussees durch den estnischen Sommer. Besonders das Nordufer hat es den wenigen Touristen angetan. Hier liegen kilometerlange Sandstrände, gesäumt von knorrigen, windgebeugten Kiefernwäldern. Der berühmte "singende Sand" entsteht in den Dünen des Nordufers, wenn der Wind den Sand zum Schwingen und Fließen bringt. Fischer Margus Narusing achtet nicht auf das Naturphänomen. Seine Aufgabe erfordert Konzentration, sein Auge gilt dem Fang von Hechten und Lachs. Die Ausbeute für die teuren Lokale in der Hauptstadt wird immer geringer. Und natürlich muss er darauf achten, dass er der Grenze zu Russland nicht zu nahe kommt. Das könnte gefährlich werden. Der Reiz des ruhigen Westufers erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Ein weiter Schilfgürtel schützt das Gewässer und die dort lebenden Tiere. Gelegentlich unterbrechen steile rote Sandkliffs die sanfte Küstenlinie. Hier liegen die vielen traditionellen Dörfer, deren Bewohner sich immer noch vom Zwiebelanbau und Fischfang ernähren. Früher haben die Erträge aus den Gärten am Peipussee das Gebiet von Helsinki und Petersburg bis hin nach Riga mit Zwiebeln versorgt. Immer noch säumen bunte Fischerhäuschen das Ufer, am Straßenrand türmen sich große Haufen Brennholz. An die Wände der Holzhäuser sind Fische zum Trocknen angenagelt. Grob mit Salz eingerieben sind sie eine Delikatesse, aber sehr geruchsintensiv. Bis vor wenigen Jahren war diese Gegend von Fremden noch nicht entdeckt. Jetzt entwickelt sich der Tourismus. Klawdya Baljaba ist die Gemeindeälteste im Dorf. In dieser Gegend leben seit Jahrhunderten die russischstämmigen orthodoxen Altgläubigen. Vor 350 Jahren flohen sie vor einem reformwilligen Patriarchen aus Russland und ließen sich auf der Nord- und Westseite des Peipussees nieder. Heutzutage leben 15.000 Altgläubige in Estland. Das ARD-Team wurde nicht nur in die Kirche eingeladen, sondern durfte auch das russische Mittsommerfest mitfeiern, das bei den Altorthodoxen erst im Juli begangen wird. Eine ganz andere Welt. Es ist ein ruhiges Leben am Peipussee. Der See liegt meist still und glänzend. Die Ruhe hat sich hier noch bewahren können, vielleicht auch, weil sie für die Touristen so wichtig ist. Wer hierher kommt, sucht nicht den Trubel. Am schönsten lässt sich sich die Gegend mit dem Fahrrad erkunden. Das weiß auch Hans aus Holland, der mit Radtouren, holländischen Pfannkuchen und viel Begeisterung versucht, sich im idyllischen Ort Nina eine Existenz aufzubauen. Aber die Ruhe trügt: So nah an der Grenze zum großen russischen Nachbarn trainieren auch Bürgerwehren in Tarnkleidung, um ihre Heimat im Ernstfall schützen zu können. Denn seit den Ereignissen in der Ukraine sind die Menschen hier wachsam. (Wiederholung)

PHOENIX
Samstag, 26. Mai 2018
22.30 - 00.00 Uhr

Unser Europa

Begegnungen in fünf Ländern

Was meinen wir, wenn wir an Europa denken? Europa hat keinen guten Klang mehr, seit Euro- und Griechenlandkrise, Flüchtlingspolitik, Brexit und wachsender Nationalismus die Debatte dominieren. Aber sind es nicht vor allem die Menschen, die den Kontinent zu dem machen, was er ist, mit ihren unterschiedlichen Geschichten und kulturellen Identitäten? "Unser Europa" taucht ein in den Alltag von fünf Paaren in fünf Ländern und zeigt ihre persönliche Sicht auf Europa. Der Autor Robert Krieg ist von Deutschland aus in alle Himmelsrichtungen gereist, nach Asturien in Spanien, nach Estland, Italien und Serbien. Dort trifft er Menschen, die zwischen 33 und 55 Jahre alt sind. Er kennt sie seit vielen Jahren, daher begegnen sie ihm mit großer Offenheit. Sie sind in ihren Regionen verwurzelt und lieben ihre Heimat, auch wenn nicht alle dort geboren sind. Alle verstehen sich als leidenschaftliche Europäer.

ZDFInfo
Sonntag, 27. Mai 2018
05.30 - 06.15 Uhr

Märkte

Im Bauch von Riga: Der Zentralmarkt
Lettland ist zwar ein kleines Land, doch der Centraltirgus in Riga ist einer der größten Lebensmittelmärkte Europas. Der Markt, dessen Hallen sich an die für ihre Jugendstil-Architektur berühmte Altstadt anschließen, überrascht seine Besucher mit Spezialitäten aus den ausgedehnten Wäldern des Landes, seinen Birkenhainen, Flachlandgebieten und zahlreichen Flüssen. Die Art des Brotbackens, des Angelns und auch des Melkens der Birken im Frühjahr beruht auf alten Traditionen und konnte sich gegen die auf dem sowjetischen Modell basierende kollektive Landwirtschaft und Tierzucht behaupten. Heute werden das Beste dieser Traditionen und das Wissen über die Lebensmittelherstellung gepflegt und in der lettischen Hauptstadt von jungen und neugierigen Köchen, Bloggern und Pop-up-Restaurants in das digitale Zeitalter überführt. (Wiederholung)
ZDFinfo
Mittwoch, 30. Mai 2018
13.30 - 14.00 Uhr

plan b: Fahren ohne Fahrschein

Kostenloser Nahverkehr

Fahren ohne Fahrschein ?
Verstopfte Innenstädte, verspätete Busse, teure Tickets ? Alltag in Deutschland. Seit dem Vorstoß der Bundesregierung ist die Idee eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs in aller Munde. "plan b" zeigt, dass es funktionieren kann: Sowohl in der estnischen Hauptstadt Tallinn als auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt. Die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs leben im brandenburgischen Templin. Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine "Jahreskurkarte" für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform. Ein Teilerfolg für die Gemeinde in Brandenburg. Verkehrsexperte Allan Alaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Die Autokolonnen sind dadurch aus den Straßen der Innenstadt verschwunden. Ein weiterer positiver Effekt: Der Gratisfahrschein für Anwohner zog immer mehr Bürger aus dem Umland an. Diese meldeten ihren Wohnsitz um und spülten Steuereinnahmen in Tallinns Stadtkasse. Diese Einnahmen nutzt die Stadt, um die öffentlichen Verkehrsverbindungen weiter zu modernisieren. Eine Erfolgsgeschichte, findet Allan Alaküla: "Wir inspirieren andere Städte, den kostenlosen Nahverkehr einzuführen!" "Gratuit" steht mit großen Lettern an den öffentlichen Verkehrsmitteln der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Hier läuft gerade ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. Eingeführt hat ihn Patrice Vergriete, der mit seinen Verkehrsplänen den Einzug in das Bürgermeisteramt geschafft hat. Die Maßnahme zeigt bereits erste positive Auswirkungen auf die Entwicklung der strukturschwachen Innenstadt. Mit der Unterstützung einer in Frankreich gesetzlich möglichen "Arbeitgeberabgabe" werden neue Busspuren und Haltestellen gebaut, die Busse modernisiert. "Das ist natürlich eine steuerliche Belastung", weiß Patrice Vergriete, aber eine, die für Dünkirchen zum Erfolg führen kann.

ARTE
Mittwoch, 30. Mai 2018
00.00 - 00.50 Uhr

Match Me!

Wer passt zu mir?

Suchen und Finden von Liebe im 21. Jahrhundert: Um Unterstützung bei der Suche nach dem Mann fürs Leben zu bekommen, wendet sich Sarah, eine Wienerin Mitte 20, an ihre spirituelle Yoga-Gemeinschaft. Sampsa, ein Finne Mitte 30, nimmt an einem künstlerischen Dating-Projekt der Lovers' Matchmaking Agency in Helsinki teil, die eine Plattform für ungewöhnliche Dates schafft und damit gleichzeitig beweisen will, dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt "der Richtige" sein kann. Während Sampsa das Spiel sehr ernst nimmt und echte Emotionen erlebt, ändert sich Sarahs Leben radikal, nachdem sie Jonas, den "Vorschlag" ihrer Yoga-Gemeinschaft, annimmt und zu ihm nach Litauen zieht. "Match Me!" begleitet die beiden Protagonisten und die Matchmaker, Interviews geben Einsicht in das Suchen und Finden in den unterschiedlichen Stadien und aus zwei scheinbar konträren Perspektiven: Während es beim Matchmaking in Finnland um das volle Erleben des Momentes geht, ist das Ziel in Sarahs Weg des Yoga-Matchings der Bund fürs Leben. Über Kontraste erzählt beschreibt der Film ein universelles Phänomen, das gleichzeitig immer persönlich und einzigartig erlebt wird. Alle Menschen teilen die Sehnsucht nach Verbindung und Zugehörigkeit zu Anderen und die Hoffnung, echte Intimität zu erleben. Sarah und Sampsa unternehmen scheinbar konträre Versuche, die Liebe zu finden. Doch erstaunlicherweise gibt es viel mehr, das die Geschichten der beiden verbindet, und so beweist der Film, dass selbst ungewöhnliche Wege aus ein und demselben Bedürfnis heraus unternommen werden können und ungeahnte neue Möglichkeiten eröffnen. (Wiederholung)

Bayrischer Rundfunk Fernsehen (BR)
Freitag, 1. Juni 2018
10.25 - 11.10 Uhr

Die Ostsee

Sanftes Meer im Norden

Direkt vor unserer Haustür liegt ein Meer mit einem grenzenlosen Reichtum an Formen, Farben und Leben, geboren am Ende der Eiszeit ? es ist das größte Brackwassermeer der Welt, die Ostsee. Ein Meer mit vielen Gesichtern ? zwischen Deutschland und Litauen, zwischen Estland und Dänemark. Die Reise führt von den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50.000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den berühmten Kreidefelsen Rügens. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort überschreitet Autor Thomas Willers die polnische Grenze und erkundet die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen in Gdansk, ehemals Danzig. Von hier aus geht es weiter zu den felsigen Küsten Estlands mit urwüchsigen Wäldern, in denen noch so seltene Tiere wie Vielfraße leben. Weiter nordwestlich, zwischen Finnland und Schweden, liegen im flachen, glitzernden Wasser Zehntausende kleiner Granitinseln, die Schären ? Kinderstube der Kegelrobben. Von den Winzlingen der schwedischen Inselwelt geht es zur größten: Gotland. Mitten in der Ostsee gelegen, beherbergt sie mit steilen Klippen riesige Vogelkolonien. Vor allem bietet die bis zu 100 Meter hohe Steilküste Lummen und Alken, den Pinguinen des Nordens, Platz zum Brüten. Die Reise endet auf der dänischen Insel Mön. In der Naturdokumentation wird die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten gezeigt, die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt vorgestellt und Menschen besucht, die von und mit der Ostsee leben. Wiederholung)

ZDF
Samstag, 2. Juni 2018
05.35 - 06.00 Uhr

Das erste Mal ... Europa!

Louisa und Philipp in Lettland

Louisa und Philipp sind in Lettland angekommen. In der Hauptstadt Riga besuchen sie einen traditionellen Chor und machen bei einem internationalen Chorfestival mit. In einem ehemaligen Gefängnis für politische Gefangene tauchen Louisa und Philipp in die lettische Vergangenheit ein. Sie treffen junge Menschen, die mit ihnen über das bis heute schwierige Verhältnis zwischen Letten und Russen sprechen. Lettland ist auch bekannt für seine verrückten Eissorten. Louisa und Philipp probieren Eis mit Meerrettich- und Fischgeschmack.

3sat
Dienstag, 5. Juni 2018
03.15 - 04.45 Uhr

Make Blues - Not War!

Das 37. Lahnsteiner Bluesfestival 2017
Das "Lahnsteiner Bluesfestival", das älteste Bluesfestival Deutschlands, bringt seit über 35 Jahren Fans aus ganz Deutschland und Europa in die legendäre Op-Art-Stadthalle in Lahnstein. Das Motto im Jahr 2017 lautete: "Make Blues ? Not War!". Dieses greifen Spitzenmusiker aus den USA, Lettland und Deutschland in den unterschiedlichsten Stilen auf, die im Blues wurzeln: von Rag bis Rock, von Boogie bis Funk. Das "Lahnsteiner Bluesfestival" wurde Anfang der 1980er-Jahre vom damaligen SWF ins Leben gerufen. Abseits aller Moden und Trends füllt der Blues jeden letzten Samstag im September die Lahnsteiner Stadthalle ? nicht nur mit gealterten, ewig Gestrigen, sondern immer auch mit neugierigen Jugendlichen.
Österreichischer Rundfunk Fernsehen (ORF) Sport+
Mittwoch, 6. Juni 2018
18.35 - 20.15 Uhr

LIVE Volleyball European Silver League Herren

Lettland - Österreich aus Jelgava
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3)
Mittwoch, 6. Juni 2018
20.15 - 21.00 Uhr

Expeditionen ins Tierreich

Wilde Ostsee ? Von Estland bis Finnland
Die Ostsee ist das jüngste Meer der Erde und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Es scheint so vertraut, bietet aber viele Überraschungen. Wind und Wellen formen bis heute die Ufer der Ostsee. Diese Folge führt in eine Welt aus Zehntausenden von Inseln zwischen Estland, dem schwedischen Gotland und dem finnischen Schärenmeer. Auf Saaremaa, der größten estnischen Insel, schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen im Süden der Insel. Hier ist die Landschaft steinig und durchsetzt von unzähligen Buchten. Im Norden ragt das Panga Cliff empor, eine 20 Meter hohe Kalksteinwand, über 400 Millionen Jahre alt. Anfang März begleiteten der Tierfilmer Christoph Hauschild und sein Team zwei Robbenforscher bei ihrer Arbeit. Ihr Ziel sind zwei kleine Inseln weit draußen in der Rigaer Bucht. Dorthin zieht es Kegelrobben. Noch nie durfte ein Filmteam auf die Inseln. Beeindruckende Bilder sind entstanden, als die Helikopterkamera über die Insel fliegt. Erst aus der Luft zeigt sich, wie viele Tiere es sind. Am Strand wimmelt es von Heulern. Es ist die größte Ansammlung von Jungrobben in der Ostsee. Die Mütter müssen mit ihnen hierher kommen, da in weiten Teilen durch den Klimawandel das Packeis geschmolzen ist. Die Erwärmung des Weltklimas hat die Ostsee bereits bis in die Rigaer Bucht sichtbar verändert. Für die Jungrobben mit ihrem gut isolierendem Fell sind die Winter zu heiß. Sie gehen ins kühle Wasser, um nicht zu überhitzen. Die Unterwasserkamera fängt intime Momente ein und zeigt, wie spielerisch der Nachwuchs das kühle Wasser genießt. Nur 200 Kilometer westlich liegt ein uraltes Korallenriff, Gotland. Die schwedische Insel ist wie eine Arche in der zentralen Ostsee. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, finden sich auf der zweitgrößten Insel der Ostsee. Hier brüten Steinadler auf den Bäumen, im Frühling ist der Boden übersät von Orchideen. Auf Gotland wachsen 35 verschieden Arten. Visby, die Hauptstadt von Gotland, zählt mit ihren Kirchen und der mächtigen Ringmauer zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kalk bestimmt das Leben auf Gotland. Der Rohstoff wurde seit jeher zum Bauen genutzt. Ausgerechnet dort, wo ein Nationalpark entstehen soll, wird weiterhin Kalk industriell abgebaut. Auf der vor Gotland liegenden Insel Stora Karlsö existiert die größte Lummenkolonie der Ostsee. Im Juni springen die jungen Lummen zu Hunderten von den Felsen, auf denen sie geschlüpft sind, um mit ihren Vätern in die südliche Ostsee zu schwimmen. 300 Kilometer weiter nördlich liegt Finnlands Schärenmeer, eine Welt aus 80.000 Inseln. Die jüngsten davon sind noch felsig und karg. Auf den älteren, bewaldeten Inseln jagt die größte Kauzart Europas, der Bartkauz. In den weißen Nächten des nordischen Sommers ist genügend Licht, um am Nest der Eulen Filmaufnahmen aus dem Familienleben einzufangen. In dem Labyrinth aus Felsen und Wasser lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große männliche Exemplare schwimmen von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Momente wie diese, wenn im Abendlicht eine Bärin mit ihren drei jungen Bären durch die schmalen Wasserstraßen schwimmt, um einem großen Bärenmännchen aus dem Weg zu gehen, bleiben dem Team um Christoph Hauschild unvergessen und ziehen jeden Betrachter in den Bann. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat.