INFOBALT-Fernsehvorschau

Bitte beachten: Aufgelistet sind hier, als allgemein kostenfrei zugängliche Serviceleistung des Vereins INFOBALT e.V., eine Auswahl von Fernsehsendungen mit Bezug zu Themen Estlands, Lettlands und Litauens. Sendezeiten und Infos ohne Gewähr. Gerade bei Spartensendern wie N24, Phoenix oder 3sat können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern. Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt (allerdings in ehrenamtlicher Arbeit, bitte verzeihen Sie uns Lücken ...)

Stand: 15. Juli 2017 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

Sender
Datum
Uhrzeit
Sendung
Schweizer Rundfunk Fernsehen (SRF 1)
Sonntag, 16. Juli 2017
Montag, 17. Juli 2017
Samstag, 22. Juli 2017
16.20 - 17.10 Uhr
05.45 - 06.30 Uhr
12.10 - 13.00 Uhr

Wildes Baltikum - Wälder und Moore

Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Grosse Bärenmännchen können ihren Jungen gefährlich werden. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland: Anfang Mai ziehen Russnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die kaum einen halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Und Litauen ist das Land der Störche; mit über 13 000 Paaren zählt es die meisten Weissstörche im Baltikum. (Wiederholung)

SPORT 1+
Mittwoch, 19. Juli 2017
01.30 - 02.15 Uhr

cult@thecity - Das Reisemagazin

Tallinn/EST

Das Reisemagazin "cult@thecity" bringt die Zuschauer an Orte, die sie so noch nie gesehen haben. Die Metropolen der Welt werden dabei aus ganz neuen Perspektiven gezeigt. In der heutigen Ausgabe steht die estnische Hauptstadt Tallinn auf dem Programm. Tallinn steht für Innovation und modernen Zeitgeist. Kaum eine andere Metropole hat sich in den letzten Jahren derart schnell entwickelt. Und dennoch hängen die Esten an ihren Traditionen. "cult@thecity" trifft auf alte Bardensänger, die mit Musikinstrumenten aus dem Mittelalter Brauchtum und Tradition hoch leben lassen. Coffee to go kennt man ja, in Tallinn gibt es jetzt auch Sauna to Go: Wer sich in der Mittagspause nach einem Schwitzbad sehnt, der ruft Hake mit seinem rollenden Saunamobil an. Und da wäre noch Dimitri, er flüchtete vor den Russen und wurde in Estland aufgenommen, zum Dank baute er eine komplette Kirche mit eigenen Händen, einmalig auf der Welt.

Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (NDR)
Mittwoch, 19. Juli 2017
13.05 - 14.00 Uhr

Schöne Urlaubsinseln: Kapverden, Saaremaa, Madeira

Inseln sind für viele Urlauber Orte der Sehnsucht. Das gilt besonders für die Kapverdischen Inseln, die nicht gerade auf großer Reiseroute vor der Küste Westafrikas im Atlantik liegen. Neun der 15 Eilande sind bewohnt, und jedes hat ein ganz eigenes Gesicht. Sal hat sich mit endlosen Sandstränden und dem beständigen Nordost-Passatwind als Surferparadies einen Namen gemacht. Die heimliche Hauptstadt Mindelo auf der Insel São Vicente überrascht mit ihrem kulturellen Leben, die kapverdische Musik ist allgegenwärtig. Mit der Fähre geht es auf die Nachbarinsel Santo Antão. Sie ist, ebenso wie ihre Schwesterinseln, vulkanischen Ursprungs. Die nördlichste Insel der Kapverden kommt als Einzige in den Genuss gelegentlicher Niederschläge, sodass die schroffen Nordhänge des bis zu 1.500 Meter hohen Gebirges mit tropischer Vegetation bewachsen sind. Eine reizvolle Kulisse für Wanderungen und geführte Trekkingtouren, die von kleinen Reiseveranstaltern angeboten werden. Landschaftlich ganz anders, aber nicht minder beschaulich, zeigt sich die Insel Saaremaa, die zu Estland gehört. Hier finden Besucher ein ländliches Idyll vor. Liebevoll eingerichtete Museen erzählen vom früheren Leben der Fischer und Bauern. Der Nationalpark Vilsandi lädt ein zur Beobachtung seltener Vögel, und in dem Kurort Kuressaare stößt man auf deutsche Vergangenheit. Auch Madeira ist eine Insel zum Staunen, eine Insel der bizarren Gegensätze. Schroffes Lavagestein und nebelverhangene Gipfel im kühlen Norden und überbordende Blütenpracht in den Gärten des Südens. Hier gedeihen Orchideen und exotische Früchte in Hülle und Fülle. Kreuzfahrtschiffe steuern regelmäßig den Hafen von Madeira an, nicht nur wegen des weltbekannten Likörs gleichen Namens. Eine Attraktion für Tagesbesucher ist die abenteuerliche Fahrt auf einem Schlitten ohne Schnee. Die Schussfahrt auf Holzkufen im Ort Monte dauert zwar nur sieben Minuten, aber die bleiben unvergesslich. (Wiederholung)
SERVUS TV
Donnerstag, 20. Juli 2017
05.20 - 06.15 Uhr

18.05 - 19.10 Uhr

Auf legendären Routen

Durch die baltischen Staaten

Die Filmemacherin Agnieszka Ziarek begibt sich auf Schatzsuche in den baltischen Staaten. Die Reise führt sie über 2.000 Kilometer von der Danziger Bucht in Polen über Litauen und Lettland bis nach Estland. Auf der Reise begegnet sie besonderen Menschen. Die Filmemacherin lässt aber auch die Geschichte und Kultur der baltischen Staaten Revue passieren. (Wiederholung)

ARD-ALPHA
Donnerstag, 20. Juli 2017
Freitag, 21. Juli 2017
13.45 - 14.00 Uhr
06.15 - 06.30 Uhr

Kinder Europas

Wir kommen aus Litauen

In Litauen sind die Winter lang und kalt. Spätestens im Februar haben die Menschen genug von dem vielen Eis und Schnee. Dann wird Fasching gefeiert: ein großes, buntes Fest mit Masken, Teufeln und Hexen. Die beiden Freunde Justas und Benas sind immer mitten im Geschehen. Sie freuen sich ganz besonders auf den Sommer. Dann geht es nämlich wieder zu den Großeltern an die See. In der Dünenlandschaft der Kurischen Nehrung gehen die beiden Jungen auf Entdeckungstour. Mit etwas Glück finden sie dort golden leuchtenden Bernstein. Benas hat schon eine richtige Sammlung zu Hause. Während die Jungen auf den Sommer warten, trösten sie sich mit ihrem Lieblingsspiel: Basketball. Die Litauer können davon gar nicht genug bekommen, es ist der beliebteste Sport des Landes. Die zweite Leidenschaft der Litauer ist der Gesang. Alle fünf Jahre werden in Litauen Gesangsfeste veranstaltet, an denen Chöre aus dem ganzen Land teilnehmen. Es ist besser zu singen als zu sprechen, sagen die Litauer. Justas und Benas hören am liebsten die Mädchenchöre. Aber wenn der Sommer kommt, singen sie auch selber. Nur so für sich, am Lagerfeuer. (Wiederholung)

Rundfunk Berlin Brandenberg Fernsehen (rbb)
Freitag, 21. Juli 2017
00.25 - 02.30 Uhr

Poll

Die 14-jährige Oda von Siering erlebt im Sommer 1914 an der baltischen Ostseeküste das Ende einer Epoche. Der Film basiert lose auf den Memoiren der Berliner Autorin Oda Schaefer. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs steht das deutsch geprägte, zum russischen Kaiserreich gehörende Baltikum vor dem Zerfall. Dieser bedroht Odas Leben, ihre aristokratische Familie und alle Gewissheiten ? und zwingt sie dennoch zu ihrem Glück. Die Begegnung mit einem estnischen Anarchisten und Schriftsteller wird Odas Schicksal bestimmen. Juni, 1914: Die junge, künstlerisch hoch begabte Oda von Siering kehrt zu ihrer Familie an die baltische Ostseeküste zurück, eine entlegene Provinz des Zarenreiches, in der Deutsche, Russen und Esten einander misstrauisch belauern. Oda begleitet die sterblichen Überreste ihrer Mutter, mit der sie bis zu deren Tod in Berlin lebte. Auf Poll, dem Gut der adligen deutschbaltischen Familie, trifft Oda auf eine Gesellschaft, die inmitten eines porösen Idylls ihrem Zusammenbruch entgegengeht. Als Oda einen von zaristischen Truppen schwer verwundeten estnischen Anarchisten in einem verlassenen Nebengebäude findet, entscheidet sie aus einem romantischen Impuls heraus, ihm zu helfen. Sie versteckt ihn auf dem Dachboden, um ihn dort heimlich gesundzupflegen. Wann immer sie es einrichten kann, flieht sie aus der erdrückenden Enge des Familienlebens zu diesem so ganz anderen Mann, einem geflohenen Sträfling und verbotenen Autor, der all ihr kindliches Sehnen nach einem Leben voller Abenteuer und Gefahr befeuert. Doch "Schnaps" ? so nennt sich der namenlose Verletzte ? plant, das Gut Poll so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Allerdings rechnet er nicht mit der Glut und Wucht der Gefühle einer leidenschaftlichen Halbwüchsigen, die mit ihrer ganzen Welt brechen möchte, bevor die Welt sie bricht. In der Hitze des estnischen Sommers spitzen sich die Konflikte unausweichlich zu, bis es um nichts weniger geht als um Leben und Tod. (Wiederholung)
Hessischer Rundfunk Fernsehen (HR)
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (NDR)
Montag, 24. Juli 2017
Dienstag, 25. Juli 2017
Dienstag, 25. Juli 2017
21.45 - 22.30 Uhr
11.30 - 12.15 Uhr
13.15 - 14.00 Uhr

Lettland - Zauberwelt im Herzen des Baltikums

Endlos lange, unberührte Ostseestrände, dahinter flache Seenlandschaften mit ungezählten Vogelkolonien, Wanderpfade durch duftende Kiefernwälder und Städte, die langsam aus jahrzehntelanger Erstarrung erwachen und mit ihrem ganz eigenen historischen Erbe ihren Platz in Europa einnehmen: Lettland ist das spannende Herz des Baltikums, und die Provinz Kurland im westlichen Teil ist ein grünes Juwel, mit National- und Naturparks und wilden Pferdeherden. Gleichzeitig können Besucher in Liepaja oder Kuldiga miterleben, wie aufgeschlossen, jung und liebenswert das baltische Land zwischen Litauen und Estland versucht, mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und dem Umbau nach Jahrzehnten als sozialistische Sowjetrepublik fertig zu werden. Erst seit knapp 25 Jahren können die Letten ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen, ihre kulturellen Traditionen mit der europäischen Moderne versöhnen. Besonders gut gelingt das zum "Ligo-Fest": Die Sommersonnenwende gilt als wichtigstes Fest im Land. Wer zu dieser Zeit die Hauptstadt Riga besucht, kann auf dem Gräsermarkt am Dom Blumen- und Eichenlaubkränze für die Nacht der Nächte erstehen. Bis es dann zur fast mystischen Feier am Johannisfeuer raus aufs Land geht, sollte man die Rigaer Altstadt auf sich wirken lassen: ein Bilderbuch der Baustile vom Mittelalter bis zum Jugendstil. Ein Ausflug an den Rigaer Ostseestrand darf natürlich auch nicht fehlen: Jurmala, nur zwanzig Kilometer entfernt, ist berühmt für seine Holzhausarchitektur ? eine Sommerfrische, die ihren Charme trotz modernster Neubauten zwischen den Datschen noch nicht eingebüßt hat. (Wiederholung)
SERVUS TV
SERVUS TV - D
Dienstag, 25. Juli 2017
15.05 - 16.00 Uhr
19.15 - 20.10 Uhr

Auf Entdeckungsreise - durch Europa

Die Bucht von Riga - An Lettlands Ostseeküste
Die Letten haben ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1990 mit Gesang erzwungen. Helmi Stalte und ihr vor Kurzem verstorbener Mann zählten zu den mutigen Anführern der "Singenden Revolution". Mit verbotenen lettischen Liedern stellten sie sich den sowjetischen Panzern entgegen. Heute gibt Helmi, die zum fast ausgestorbenen Volk der Liven gehört, im kleinen Küstenort Kolka den Gesang an ihre Kinder weiter. Aleksandrs Rozensteins und Maris Kletnieks versuchen mit einer wackeligen Holzkonstruktion Neunaugen zu fangen. Fast 200 Meter lang ist ihr Steg, den sie jedes Frühjahr aufs Neue in den Flussboden rammen müssen. Von diesem Gerüst aus positionieren sie bis zu 60 Netzrahmen in der Strömung und hoffen darauf, dass ihnen die begehrten, aalähnlichen Tiere in die Fallen schwimmen. Verkauft werden sie in den Zentralmarkthallen, in denen früher Zeppeline gebaut wurden, und die heute "Rigas Bauch" genannt werden. Über 10.000 Weißstörche brüten jedes Jahr in dem baltischen Staat, doppelt so viele wie in Deutschland. Mara Janaus versucht zu ermitteln, wie viele es genau sind. Die Ornithologin bekommt jede Menge Unterstützung von ihren Landsleuten. Die Fischkonservenfabrik Brivais Vilnis (Freie Welle) produzierte schon vor über 100 Jahren für den Zarenhof ? Rigaer Sprotten in Öl sind weltberühmt und heiß begehrt. Ilgvars Andersons hütet eine lettische Legende: Blaue Meereskühe. Dabei handelt es sich um eine seltene Rinderrasse mit grau-blau schimmerndem Fell. Der Sage nach sollen die Tiere einst aus der Ostsee gestiegen sein, um die Küstenbewohner an der Rigaer Bucht vor dem Verhungern zu retten. (Wiederholung)
Radio Berlin Brandenburg Fernsehen (rbb)
Dienstag, 25. Juli 2017
20.15 - 21.00 Uhr

Im Sommer nach St. Petersburg

(4 / 4) Von Estland nach St. Petersburg
Das Roadmovie bewegt sich entlang der historischen "Ostbahn", über viele Jahrzehnte Inbegriff der schnellen Eisenbahnverbindung zwischen der deutschen Hauptstadt und Königsberg, mit direktem Anschluss nach St. Petersburg. Heute fahren keine Eisenbahnen mehr, der Robur mit Fahrer Reinhard Rogge bringt das Team durch Polen, die russische Exklave des "Kaliningrader Gebiets", durch das Baltikum und schließlich durch Russland bis nach St. Petersburg. Egal ob mit der Postkutsche, dem legendären "Nord-Express", oder mit dem Auto schon seit Jahrhunderten ist die Stadt Sehnsuchtssort für Westeuropäer. Der Weg nach Osteuropa. Nach Danzig, Königsberg und schließlich in die alte russische Hauptstadt. Das Roadmovie ist eine Entdeckungsreise. Entlang der Straßen, in den Städten und Dörfern sucht es nach Spuren der Geschichte. Oft wechselten die Landschaften ihre Besitzer, wurden die Regionen aus verschiedenster Richtung inspiriert, kultiviert, beherrscht und auch unterdrückt. Deutsche, russische, polnische, baltische Einflüsse drückten der Wegstrecke zwischen der Oder hinter Potsdam und der Ostsee vor St. Petersburg ihren Stempel auf. Mit den Relikten der Geschichte, mit Namen, Mythen und Geschichtsbildern leben heute die Menschen, sie setzen sich mit ihnen auseinander und finden zu eigener Identität. Die Autoren erzählen, wie man heute an diesen Orten mit dieser Geschichte lebt, wie der Alltag der Menschen aussieht, fragen nach ihren Lebensentwürfen und Zukunftsvorstellungen, nach der Verwurzelung in den Regionen.
Westdeutscher Rundfunk Fernsehen (WDR)
Südwest Rundfunk Fernsehen (SWR)
Österreichischer Rundfunk Fernsehen (ORF 2)
Sonntag, 30. Juli 2017
Sonntag, 6. August 2017
Sonntag, 22. Juli 2017
07.40 - 9.20 Uhr
00.05 - 02.15 Uhr
22.45 - 00.40 Uhr

Eurovision Choir of the Year 2017

Aufzeichnung aus der Arena Riga vom 22.07.2017
Es ist der jüngste Wettbewerb aus der Eurovision-Familie: Der "Eurovision Choir of the Year" findet 2017 zum ersten Mal statt. Neun Chöre aus Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Lettland, Slowenien, Ungarn, Wales und Deutschland treten am 22. Juli in Riga gegeneinander um den Titel "Choir of the Year" an. Für Deutschland singt dabei der Jazzchor Freiburg. Die Chöre werden von einer international bekannten Jury bewertet: Sie besteht aus dem britischen Komponisten John Rutter, der lettischen Mezzosopranistin Elina Garancas sowie dem Schweizer Dirigenten Nicolas Fink. Sie hören den Chören sechs Minuten lang ohne Begleitung zu und müssen sich dann entscheiden. Dabei lockt nicht nur der Titel "Choir of the Year" holen ? als Gewinn gibt es auch noch einen Plattenvertrag. "Singen im Chor ist gesund, sozial und eine künstlerische Aktivität, an der jeder, ob jung oder alt, musikalisch erfahren oder nicht, teilnehmen kann ? und die weltweit immer beliebter wird", sagte Jon Ola Sand, Direktor für Live Events bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU). "Eurovision Choir of the Year wird die riesigen Möglichkeiten der menschlichen Stimme präsentieren und verfolgt das Ziel, neue Sänger zum Mitmachen zu begeistern." Der Jazzchor Freiburg unter der Leitung von Bertrand Gröger wurde durch ein Experten-Komitee für den Wettbewerb nominiert. Der Chor hatte bereits unzählige nationale und internationale Auftritte ? in China, Japan und Korea. Seinen Erfolg verdankt der Jazzchor Freiburg seiner rhythmischen Präzision, seiner Intonationssicherheit, der enormen dynamischen Bandbreite und seiner Energie. Unterstützt werden die Sängerinnen und Sänger in Riga von Julian Knörzers erstklassigem "Mundschlagzeug": im besten Sinne virtuos, dabei hochmusikalisch und nuancenreich. Der Grammy-Gewinner und Komponist Eric Whitacre und die lettische Moderatorin Eva Ikstena moderieren gemeinsam die Show in der lettischen Arena Riga, in der rund 8:000 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz finden.
ONE
Samstag, 29. Juli 2017
Montag, 31. Juli 2017
23.55 - 01.45 Uhr
03.40 - 05.30 Uhr

Das Vaterspiel

Der Mittdreißiger Ratz Kramer (Helmut Köpping), ein perspektivloser Langzeitstudent ohne Job, verbringt die meiste Zeit vor dem Computer. Von seinem Vater (Christian Tramitz), einem korrupten und eiskalten SPÖ-Minister, schlägt ihm vor allem Verachtung entgegen. Den Hass auf seinen Erzeuger lebt der introvertierte Ratz in einem selbst programmierten Videospiel aus: Der Clou des Egoshooters "Kill Daddy Good Night" besteht darin, dass der Spieler reihenweise Gegner mit dem eingesetzten Gesicht des eigenen Vaters niedermetzeln kann. Eines Tages bekommt Ratz Nachricht von seiner einstigen großen Liebe Mimi (Sabine Timoteo). Sie bittet ihn, von Wien nach New York zu kommen, ohne jedoch einen genauen Grund dafür zu nennen. Ratz willigt ein, da er die Gelegenheit nutzen will, sein "Vaterspiel" einem amerikanischen Computerspielproduzenten vorzustellen. Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, weshalb Mimi ihn in die USA geholt hat: Er soll den Keller im Haus ihrer Großmutter renovieren, wo sich der Großvater (Otto Tausig), ein litauischer NS-Verbrecher, seit vielen Jahren versteckt hält. Trotz gewisser moralischer Bedenken beginnt Ratz mit den Renovierungsarbeiten. Dabei kommt es zu einer eigentümlichen Annäherung zwischen ihm und dem wortkargen, scheinbar völlig reuelosen Altnazi. Parallel zu dieser Geschichte gibt ein Mann namens Jonas Shtrom (Ulrich Tukur) eine bewegende Aussage über die Ermordung seines litauischen Vaters zu Protokoll, der 1941 bestialisch erschlagen wurde ? von einem Nazi-Schergen, bei dem es sich offenbar um Mimis Großvater handelt. Neben Michael Haneke und Ulrich Seidl gehört Michael Glawogger ('Workingsman's Death') zu den radikalsten Filmemachern des aktuellen österreichischen Kinos. Bei 'Das Vaterspiel', einer Verfilmung von Josef Haslingers gleichnamigem Roman, verbindet er unterschiedliche Zeit- und Handlungsebenen zu einem schwarzhumorigen Sittenbild über Moral, Familie und Erinnerungskultur. Er lässt die Geschichte eines NS-Verbrechens auf den ödipalen Konflikt eines jungen Mannes prallen, der ausgerechnet in einem alten Nazi eine Art Ersatzvater findet. Auf einen moralischen Fingerzeig wartet man dabei vergeblich. Zum eindrucksvoll aufspielenden Ensemble gehören Helmut Köpping, Sabine Timoteo, Ulrich Tukur, Otto Tausig sowie Christian Tramitz in einer ungewohnt ernsten Rolle. (Wiederholung)
Südwest Rundfunk Fernsehen (SWR)
Mittwoch, 2. August 2017
14.15 - 14.45 Uhr

Eisenbahn-Romantik

Baltisches Dieselgewitter

In der alten Eisenbahnzeit, die aus Sicht der Balten alles andere als gut war, funktionierte alles zentral: Aus Moskau kamen die Befehle ? und weit weg von Moskau mussten die baltischen Eisenbahnen dafür sorgen, dass die Waren aus der riesigen Sowjetunion in die eisfreien Ostseehäfen transportiert wurden. Das ist heute nicht völlig anders. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gründeten Lettland, Estland und Litauen ihre eigenen Eisenbahngesellschaften ? und die sind heute ebenso marode, wie es die Sowjetunion kurz vor ihrem Zusammenbruch war. Mit einer ganz besonderen Ausnahme: Lettland hat zwar den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nicht viel anderes zu bieten als seine geographische Lage und seinen Hafen Ventspils. Der ist aber das ganze Jahr über eisfrei und groß genug, um die Waren der GUS-Staaten in den Rest der Welt zu exportieren. Die meisten Straßen sind überbrückt, die Bahnanlagen erneuert ? und doch ist die Eisenbahnstrecke Ventspils-Riga-Daugavpils immer noch ein Ausflug in ein zurückliegendes Jahrhundert. (Wiederholung)

Hessischer Rundfunk Fernsehen (HR)
Freitag, 4. August 2017
Samstag, 5. August 2017
20.15 - 21.00 Uhr
01.35 - 02.20 Uhr

Eine Reise durch Estland

Altstadtromantik, Inselwildnis und Herrenhausromantik
Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Estland trumpft auf mit der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erzählt Geschichten aus ihrer Zeit als bedeutende Hansestadt Reval, vom Leben im späten Mittelalter und als Teil des russischen Zarenreichs. Kleine Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in mittelalterlicher Tracht bestimmen das Straßenbild. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage ? nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen ? hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO Welterbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist etliches noch genau wie vor vielen Hundert Jahren ? abgesehen von den klapprigen Mopeds mit Beiwagen, die aus der Zeit als Sowjetrepublik geblieben sind. Wann immer sie über die Insel knattern, lösen sie große Augen und Heiterkeit bei den Festlandbesuchern aus.
Mitteldeutscher Rundfunk Fernsehen (MDR)
Samstag, 5. August 2017
18.00 - 18.15 Uhr

Heute im Osten - Reportage

Kaliningrad - Sowjetstern und Kurische Nehrung
Zwischen Ostsee, Polen und Litauen erstreckt sich ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Landstrich: Lupinenfelder soweit das Auge reicht, sowjetische Prachtbauten und die einzigartige Schönheit der Kurischen Nehrung ? willkommen in Kaliningrad. Es ist Russlands westliche Exklave und nirgendwo in Europa könnten deutsche Vergangenheit und russische Gegenwart spannender miteinander verwoben sein als hier. Und so sind die Veränderungen im Kaliningrader Gebiet ein Seismograph dessen, wie und wohin sich die deutsch-russischen Beziehungen entwickeln könnten. Vor 20 Jahren als Sonderwirtschaftszone deklariert, gingen die Hoffnungen von einem "russischen Hongkong" nicht in Erfüllung. Doch trotz und wegen Krise und Sanktionen boomt der Tourismus in der Region, kommen neben den westlichen Besuchern vor allem immer mehr Russen an die Ostsee. Auch die Landwirtschaft erlebt endlich einen Aufschwung. Beteiligt daran sind Deutsche wie Wolfgang Diers. Aus dem Sachsen-Anhaltinischen Nebra zog es ihn 2008 nach Osten. Mehr als 3000 Hektar bewirtschaftet er im Kaliningrader Gebiet und sowohl die Erfahrung als auch Kompetenz des deutschen Landwirts werden geschätzt. Die 32-jährige Kristina Gehring lebt seit 2013 in Kaliningrad. Nach ihrer Promotion in Leipzig lehrt sie an der Immanuel-Kant-Universität Germanistik. Wie diese beiden Deutschen in Kaliningrad arbeiten und leben, worauf sie und ihre russischen Freunde hoffen und was diese Veränderungen mit uns zu tun haben könnten, davon erzählt dieser Film.