INFOBALT-Fernsehvorschau

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Stand: 3.August 2010 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

3SAT Donnerstag, 2.September 2010 12.45- 13.00 Uhr
Estland
Saaremaa Insel der Frauen
Estland, das nördlichste der drei baltischen Länder, hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Seit dem Mittelalter war es immer wieder besetzt - zuletzt unter russischer Herrschaft. Seit 1991 ist das Land jedoch unabhängig. Seitdem hat sich viel geändert, auch auf der Insel Saaremaa. Doch eines ist unverändert geblieben: Noch immer ist das Eiland fast ausschließlich von Frauen bewohnt. Während die Männer auf See oder dem Festland arbeiten, versuchen sie, die alten Traditionen der Fischerinsel zu bewahren. Der Film stellt die Insel Saaremaa und den Alltag ihrer Bewohner vor.
Bayrischer Rundfunk
BR
Freitag, 3.September 2010 01.15- 01.45 Uhr
KlickKlack
Reihe: Nachtmusik
KlickKlack kommt dieses Mal aus Olsberg, der Heimat von Sol Gabetta. 20 km entfernt von Basel veranstaltet sie ihr Kammermusikfest in der Klosterkirche zu Olsberg. Die spätgotische Kirche hat eine wunderbare barocke Innenausstattung und eine feine Akustik. In diesem Jahr waren u.a. zu Gast die beiden lettischen Schwestern Baiba (Geige) und Lauma (Klavier) Skride. Schließlich wird Martin Grubinger noch jedem seiner Lieblingsfußballer der WM ein Schlagzeugsolo widmen.
N24 Samstag, 4.September 2010 17.05- 18.00 Uhr Der Untergang der Estonia
27. September 1994: Eine der größten Passagierfähren der Welt, die "Estonia", verlässt in den Abendstunden den Hafen von Tallinn mit Ziel Stockholm. Doch sie wird Schweden nie erreichen: Nach sechsstündiger Fahrt schlägt das Schiff leck und versinkt im Baltischen Meer. 852 Passagiere und Crewmitglieder sterben - es ist das größte Schiffsunglück der Nachkriegsgeschichte ... Wie kam es zu dieser Katastrophe? Und was geschah in der letzten schicksalhaften Stunde der "Estonia"?
Die Tragödie der "Estonia" bot Stoff und Nährboden für zahlreiche Verschwörungs- und Attentatstheorien: Es wurde sogar vermutet, die Geheimdienste CIA und KGB hätten ihre Finger im Spiel ... Es sollte Jahre dauern, bis das abschließende Untersuchungsergebnis vorlag. Diese Dokumentation rekonstruiert die letzte Stunde der Estonia, zeigt Interviews mit überlebenden Passagieren und Besatzungsmitgliedern, analysiert die offiziellen Untersuchungen und fügt die Fakten zusammen ...
Samstag, 4.September 2010 07.05- 08.00 Uhr
ARTE Dienstag, 7.September 2010 06.00- 06.45 Uhr
Bach, Ravel, Beethoven ...
Mit den Schwestern Skride
Unter all den Geigerinnen, die versuchen, der klassischen Musik ein junges und zeitgemäßes Gesicht zu geben, ist die in Riga geborene Lettin Baiba Skride die vielleicht Außergewöhnlichste. Mit ihrem zugleich reifen wie eigenwilligen Spiel entzückt sie jedes Publikum, ob sie nun als Solistin mit Orchester auftritt oder kammermusikalisch mit ihrer jüngeren Schwester Lauma, einer hoch talentierten Pianistin. Der Film fängt den Zauber und die Lebendigkeit ein, mit der Baiba und auch Lauma ihr Publikum mitreißen. Ausgehend vom klassischen Repertoire wagen sich die beiden Schwestern dabei vor bis in die Gefilde der Neuen Musik. Wenn Baiba Skride spielt, so ist das ein Ereignis. Ihr Spiel ist kantig und expressiv. "Der Ton spiegelt den Charakter des Menschen wider", sagt sie und fügt an: "Du kannst nicht anders spielen, als Du bist." Baiba Skride verabscheut Routine; das hört man nicht nur, sondern man sieht es auch. Ihr Auftritt ist Kommunikation schlechthin - ein Lächeln zum Dirigenten, ein Blick zum ersten Geiger, und wenn Baiba ihre Geige stumm in den Händen hält und nur noch das Orchester spielt, wiegt sich ihr Körper im Klang, als sei er selbst das Instrument, aus dem die Musik strömt. Noch erstaunlicher ist es, wenn Baiba mit ihrer Schwester Lauma musiziert. Seit bald 20 Jahren spielen die Schwestern zusammen, und doch scheint es, als würden sie sich, ihr Talent, und die Musik in jedem Moment neu entdecken. Victor Grandits und Jessica Krauss gelingt es, die Momente der puren Lust am Spiel einzufangen. So ist ein höchst lebendiger und sinnlicher Musikfilm entstanden, in dem selbst bei "schwierigen" Klängen das spielerische Moment der beiden sympathischen Protagonistinnen im Vordergrund steht. Baiba und Lauma Skride spielen Stücke von Beethoven, Sibelius, Ravel, Schnittke und Bach.
Montag, 13.September 2010 06.00- 06.45 Uhr
ARTE Dienstag, 7.September 2010 18.05- 19.00 Uhr
360° - Die GEO-Reportage
Reportagereihe
Ein Dorfladen reist durch Lettland.
Lettgallen, auch "Land der blauen Seen" genannt, liegt in Lettland, im östlichen Winkel der EU. Vor zehn Jahren hat Janis Cukmachs in der dünn besiedelten Region, in der es kaum öffentliche Verkehrsmittel und nur wenige Läden gibt, begonnen, Zahnpasta, Brot, Fische oder auch Gummistiefel zu verkaufen, indem er mit seinem klapprigen Kleinbus über die Dörfer fährt. Selbst Sonderbestellungen wie Grabsteine oder Särge hat er den Kunden schon gebracht. Dreimal die Woche fährt er raus - egal, ob es stürmt oder schneit. Der gelernte Maschinist stand zunächst vor dem Nichts, als das Milchkombinat, in dem er 25 lange Jahre gearbeitet hatte, in den 90er Jahren geschlossen wurde. Heute ist er mit seinem Dorfladen auf Rädern eine Institution. Die Menschen kennen Janis, verlassen sich auf ihn, geben Bestellungen auf und fragen nach dem Neuesten aus der Gegend. Pro Fahrt bewältigt Janis Cukmachs um die 150 Kilometer auf Schotterpisten und Feldwegen. Jede Fahrt ist eine Belastungsprobe für den alten Bus. Hinzu kommt, dass viele von Janis' Kunden mit einer kleinen, oft unregelmäßig ausgezahlten Rente auskommen müssen. Junge Leute leben längst nicht mehr in Lettgallen. Doch die Menschen haben keineswegs resigniert. Seit Lettland 2004 Mitglied der EU geworden ist, kommen die Dinge wieder ins Rollen. Janis Cukmachs passiert täglich Felder, die bis zu 15 Jahre lang brachgelegen haben und heute mit Hilfe von EU-Geldern wieder bewirtschaftet werden. Auch ihn zieht es nach Europa, denn nach 23 Jahren würde er gerne mal wieder ein paar Tage Urlaub machen, vielleicht in Italien, "denn dort soll es ein paar schöne Gebäude geben". (Wiederholung)
Dienstag, 14.September 2010 08.00- 08.45 Uhr
ARTE Donnerstag, 9.September 2010 13.00- 13.30 Uhr
Auf nach Europa!
Eine Reise durch den Kontinent (Wiederholung)
Veiko, Estland.
Veiko lebt in Estland, genauer gesagt in einem Vorort von Tallinn. Er hat die beeindruckende Statur eines Wikingers, aber dahinter steckt eine vielschichtige Persönlichkeit voller Selbstironie und Humor. Er wird oft von Selbstzweifeln geplagt und hinterfragt sich gerne selbst. Veiko ist eigentlich Maler. Seit er jedoch mit dem Drehen von Filmen angefangen hat, fehlen ihm die Zeit und die Muße zum Bildermalen. Doch viele Dinge gleichzeitig zu machen ist für ihn ein innerer Drang: Deshalb malt er, realisiert daneben Werbefilme oder abgefahrene Musikvideos. Zurzeit treibt ihn der Wunsch nach einem eigenen Fleckchen Erde um. "Ich glaube, ich brauche einen Ort, an den ich gehen kann, wenn ich hier von der Stadt genug habe und mich ausgelaugt fühle. Ich will aber auch wieder nach Tallinn zurückkommen können", sagt er. Deshalb ist er auf der Suche nach einem Haus auf dem Land. Mit seinem Motorrad, in das er viel Zeit und Geld steckt, steuert er die Insel Hiiumaa an. Dort möchte er ein altes Gebäude finden, wo er in aller Ruhe Geschichten schreiben und vielleicht sogar Antworten auf seine existenziellen Fragen finden kann.
Hessischer Rundfunk Fernsehen (HR) Samstag, 11.September 2010 12.00- 12.30 Uhr
"Bitte nicht zu kurz!"
Haare schneiden rund um die Welt
Auf der ganzen Welt sind Friseure nicht nur Meister mit der Schere, sondern auch in der Kommunikation. Ob in Europa, Asien, Amerika, Afrika oder Ozeanien: Während sie Haare schneiden, hören sie zu und erzählen - über ihr Land und die Leute, über Gott und die Welt. Filmautor Wolfgang Ettlich hat bei seiner Weltreise Stopps bei den Figaros gemacht: im kubanischen Viertel von Miami, in Bangkok, in Harbin, Riga, Kampala und Auckland. Während er Haare ließ, hat er Geschichten von Sehnsüchten und Träumen gesammelt.
MDR Sonntag, 12.September 2010 12.25- 12.40 Uhr
Ostwärts - mit dem Rucksack der Sonne entgegen
Folge 5, Idyllische Verbannung
Die Esten sagen: "Wer böse war, der muss nach Ruhnu!". Die zwölf Quadratkilometer kleine Insel Ruhnu liegt mitten in der Ostsee. Klingt ein wenig nach Verbannung. Als Julia das erfährt, sitzt sie allerdings schon im Propellerflugzeug und schwebt über der Bucht von Riga. Jetzt gibt es kein Zurück. Die Ostseeinsel hat eine überschaubare Anzahl an Einwohnern. Innerhalb weniger Stunden lernt Julia das halbe Dorf kennen, Dreh- und Angelpunkt ist der Laden. Da ist der Busfahrer, der gleichzeitig der Feuerwehrchef der Insel ist, die Vermieterin der Ferienbungalows, die auch im Laden an der Theke steht und die Lehrerin, die zusammen mit ihren drei Kollegen ganze acht Schüler zu betreuen hat - alles in klein eben. Vom Westen Estlands geht es weiter bis an die östlichste Grenze: zum Peipussee. Dort haben sich vor 300 Jahren russische Altgläubige angesiedelt, weil sie für ihren Widerstand gegen die Kirchenreformen im Zarenreich verfolgt wurden. Julia bereist die kleinen Dörfer am See und nimmt die Altgläubigen und ihre Traditionen unter die Lupe.(Wiederholung)
Radio Berlin Brandenburg Fernsehen
RBB
Mittwoch, 15.September 2010 15.15- 16.00 Uhr
Die Ostsee
Zwischen Deutschland und Estland
Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt. Der Film folgt im ersten Teil der Ostseeküste von Mecklenburg bis nach Estland. An den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darss vorbei zu den berühmten Kreidefelsen Rügens, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort überschreitet das Filmteam die polnische Grenze und erkundet die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen in Gdansk, dem ehemaligen Danzig. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ist. In dieser zweiteiligen Naturdokumentation wird die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten gezeigt, die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt beleuchtet und die Menschen, die von und mit der Ostsee leben vorgestellt.
Schweizer Fernsehen
SF1
Samstag, 18.September 2010 23.40- 01.20 Uhr
GSI - Spezialeinheit Göteborg
Folge 3/6, Im Fadenkreuz
Die Göteborger Spezialeinheit GSI um Johan Falk (Jakob Eklund) und Sophie Nordh (Meliz Karlge di Grado) versucht, an den Drahtzieher eines gross angelegten Drogengeschäfts heranzukommen. Es geht um reines Amphetamin aus Estland. Kurz bevor der Kurier mit einer Kugel im Kopf im Fluss landet, stellt Falk über eine SMS auf dessen Handy fest, dass sie es mit dem legendären Ex-KGB-Agenten Mister K zu tun haben, der nicht nur in Schweden auf der Fahndungsliste ganz oben steht. Niemand weiss, wer Mister K ist und wie er aussieht. So jagt die GSI ohne ihren Leiter Patrik Agrell (Mikael Tornving), der wegen der Frühgeburt seiner Tochter beurlaubt ist, einem Phantom hinterher. Frank Wagner (Joel Kinnaman), Johans Informant in Göteborgs krimineller Unterwelt, bereitet nach den emotionalen Strapazen der letzten Aktionen vorsichtig seinen Ausstieg aus der Gang von Seth Rydell (Jens Hultén) vor. Als Johan Frank drängt, Rydell als Investor für das Drogengeschäft zu gewinnen und Kontakt zu den Esten herzustellen, ist Frank wenig begeistert. Er hat seiner Frau Marie (Ruth Vega Fernandez) versprochen auszusteigen. Schneller als erwartet wird Frank von einem Mann namens Mikhael (Samuli Edelmann) kontaktiert, der sich interessiert zeigt am Geschäft. Doch dann gerät Rydell in eine Polizeikontrolle und wird kurz vor dem Treffen mit den Esten verhaftet. Frank Wagner muss improvisieren: Er zieht den Deal selbst durch und gewinnt das Vertrauen von Mikhael. Dass er sich mit Europas gefährlichstem Syndikat einlässt und sich selbst in Lebensgefahr begibt, spielt allerdings für Frank längst keine Rolle mehr: Seine schwangere Ehefrau Marie war durch einen unglücklichen Zufall dem Esten in die Arme gelaufen und wurde zur Abschreckung verprügelt. Dabei verlor sie ihr Baby. Frank ist beseelt von Rachegedanken, was Johan im Eifer des Gefechts zu spät realisiert.
ZDF Sonntag, 19.September 2010 22.00- 23.35 Uhr
MDR Samstag, 19.September 2010 12.30- 12.45 Uhr
Ostwärts - mit dem Rucksack der Sonne entgegen
Folge 6/6, Weiße Nächte in Tallinn
Julias Reise führt nach Käsmu, ein kleines Dorf an der Nordküste Estlands. Hier lebt Arne Vaik. Er sammelt alles, was irgendwie mit dem Meer zu tun hat. Julia kommt aus dem Staunen nicht heraus: Arnes Haus ist ein Museum und so unkonventionell wie er selbst. Wer glaubt, es gäbe nur maritimen Kleinkram zu sehen, täuscht sich gewaltig: Arne hat eine Hinterlassenschaft der Wikinger bei sich gehortet: ein tausend Jahre altes Schwert, das er hütet wie seinen Augapfel. Dass Volksmusik nicht gleich Volksmusik ist, erfährt Julia an allen Ecken in Estland. Schon seit 1869 findet alle fünf Jahre ein großes Sängerfestival in Tallinn statt, bei dem 30.000 Sänger das Lied von der Morgenröte schmettern. Ihre Reisebekanntschaft Merle Noormägi aus Saku singt in einem Chor, der bei diesem besonderen Festival auftreten wird. Julia besucht sie kurzerhand bei der Probe und dem anschließendem Auftritt. Nebenbei bekommt sie Backstage von der singesfreudigen Merle tolle Tipps, wie man die Stimme "ölt". Nach 30 Tagen hat Julia ihr Reiseziel erreicht und ist in Tallinn. Sie wollte der Sonne entgegen reisen, doch das mit der Sonne ist so eine Sache ganz oben im Norden: Entweder versteckt sie sich hinter den Wolken und bleibt unsichtbar, oder sie will einfach nicht untergehen. Daher nimmt sie sich an ihrem letzten Abend in Tallinn vor, erst dann ins Bett zu gehen, wenn es wirklich dunkel geworden ist - und erlebt so eine der berühmten weißen Nächte.
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