INFOBALT-Fernsehvorschau

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können sich Sendetermine noch am Tag der vorgesehenen Sendung wieder ändern.

Diese Übersicht wird für den Fall kurzfristigen Programmankündigungen der Fernsehanstalten laufend ergänzt!

Stand: 15.Juli 2008 --------------- zur INFOBALT-Themenübersicht

ARTE Sonntag, 13.Juli 2008 22.20 - 23.50 Uhr Teufelsland
"Auf den Spuren des Werwolf-Mythos in Lettland und Estland"
Dem Mann wachsen spitze Zähne, ein zottiges Fell und scharfe Klauen. Dann bricht das wilde Tier aus ihm heraus. Blutdurstig stürzt es sich auf Frauen und Kinder, zerfetzt ihre Leiber und trinkt ihr Blut - so begegnet uns heute der Werwolf auf der Leinwand. Ein altes Bild für das Böse. Doch für unsere Vorfahren wurde seine mythische Erzählfigur tatsächlich lebendig. Zu Beginn der frühen Neuzeit instrumentalisierten kirchliche und weltliche Mächte den Mythos vom Werwolf, um eine neue Ordnung zu etablieren. Genauso wie die Hexen wurden zehntausende Männer als Werwölfe und Zauberer verfolgt und angeklagt, weil sie mit dem Teufel paktierten. Heiden, Hirten, Heiler, Arme, Alte und Homosexuelle fielen als Sündenböcke für das kollektive Unglück der Werwolf-Hysterie zum Opfer. Die finsteren Zeiten liegen weit zurück, doch der Mythos lebt. In Livland - heute gehört es zu Lettland und Estland - geht der Werwolf noch immer um. Anita, eine junge Lettin, will ihn als Kind mit eigenen Augen gesehen haben. Ihre Freunde Ieva und Andis begeben sich auf eine abenteuerliche Suche nach dem Monstrum. Auf dem vorindustriellen Land mit seinen Ziehbrunnen und einsamen Staubstraßen begegnen sie Menschen, die noch ihre heidnischen Traditionen pflegen, weil sie mit der Natur vertraut sind. Sie treffen einen Zauberer, der hellsieht, eine Hexe, die Menschen erneuert. Jäger, Pastor, Waldschrat und Zwerg weisen den Weg durch ein dokumentarisches Märchen. Die filmische Reise verbindet sich mit den Forschungen zweier Wissenschaftler. Die estnische Völkerkundlerin Merili Metsvahi beleuchtet die Kulturgeschichte ihres Landes. Und der Historiker Carlo Ginzburg entdeckt in Venedig eine ganz andere Facette des Mythos. Hinter der Anklage des Teufelspakts erscheinen gutartige Werwölfe. Themenabend: Werwolf - Das Tier im Menschen.
Mittwoch, 23.Juli 2008 09.55 - 11.25 Uhr
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3) / Niedersachsen Dienstag, 15.Juli 2008 22.45 - 23.15 Uhr Weltbilder spezial
"Die Schätze des Baltikums (1)"
Reportage- und Reisemagazin.
Die "Weltbilder" gehen auf Schatzsuche - ins Baltikum. Dort entdeckt Moderatorin Katty Salié die Schätze des Meeres, der Architektur und in den Herzen der Menschen: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum. Die Reise führt durch die bezaubernden Landschaften und historischen Städte im Norden Osteuropas, zu den bekannten und unbekannten Schönheiten der baltischen Nachbarn. Im ersten Teil der Tour startet Katty Salié in Estlands Hauptstadt Tallinn, kostet in der Altstadt den typischen Kräuterschnaps und folgt in einem alten U-Boot den Spuren der Geschichte zu Zeiten der Sowjetunion. Estland ist auch das Land der Inseln, deshalb setzt Katty Salié über auf die größte von den 1.500 Inseln: Sareemaa, mit Wäldern und Wacholderwiesen und einer beeindruckenden Kulisse aus Kratern und Kalkstein. Außerdem stehen ein Besuch bei Anni Arro, Köchin des Jahres 2007, und die Feiern zum Johannistag auf dem Programm. Dann geht die Reise weiter nach Lettland - zu den alten Gutshäusern auf dem Land bis nach Riga, der Schönen, deren Jugendstilviertel zum Weltkulturerbe gehören. Hier endet die erste Etappe.
Donnerstag, 17.Juli 2008 00.45 - 01.15 Uhr
Sonntag, 20.Juli 2008 07.30 - 08.00 Uhr
Österreichischer Rundfunk Fernsehen
(ORF 2)
Donnerstag, 17.Juli 2008 20.15 - 21.10 Uhr
Universum
"Ostseeküsten"

Dokumentationsreihe.
Die Ostsee ist ein Meer mit vielen Gesichtern. Die Reise führt nach Deutschland, Litauen, Estland, Dänemark, Finnland und Schweden. Von den endlosen Sandstränden der Halbinsel Darß, ein Rastplatz für tausende Kraniche, zu den berühmten Kreidefelsen Rügens. Von hier aus geht es weiter zu den felsigen Küsten Estlands mit urwüchsigen Wäldern, in denen noch so seltene Tiere wie Vielfraße leben. Weiter nordwestlich, zwischen Finnland und Schweden liegen im flachen, glitzernden Wasser zehntausende kleiner Granitinseln, die Schären - Kinderstube der Kegelrobben. Von den Winzlingen der schwedischen Inselwelt geht es zur größten: Gotland. Mitten in der Ostsee gelegen mit steilen Klippen, beherbergt sie riesige Vogelkolonien. Die Reise endet auf der dänischen Insel Mön. Von den Küsten, über die Meeresbuchten bis hin zu den unzähligen Inseln - die Ostsee, das größte Brackwassermeer der Welt, ist ein Refugium für unzählige seltene Tierarten.

Freitag, 18.Juli 2008 09.30 - 10.20 Uhr
Südwestrundfunk Baden-Württemberg / Rheinland-Pfalz / Süddeutscher Rundfunk Freitag, 18.Juli 2008 23.45 - 01.20 Uhr Estland mon amour
"Die Geschichte eines rätselhaften Todes"
In ihrem Dokumentarfilm erzählt Filmemacherin Sybille Tiedemann die Geschichte des Todes ihres Bruders. Klaus Tiedemann war auf der Suche nach seinen Wurzeln in Richtung Baltikum aufgebrochen. In einem kleinen Fischerdorf im Norden Estlands an der finnischen Bucht fand er sein zweites Zuhause, dort fand er auch den Tod. Der Film erzählt auch die Geschichten von Menschen, die Klaus Tiedemann in Estland in einer Zeit des Umbruchs begegneten, als jemandem aus dem fernen Deutschland, als Sänger, aber auch als Polizeifall Nr. 221 / 96 und als Leiche auf dem Obduktionstisch im Krankenhaus von Rakvere. Doch nicht zuletzt erzählt "Estland mon amour" auch eine Geschichte über das geheimnisvolle Stück Erde namens Estland, das noch vor nicht allzu langer Zeit in der geografischen Darstellung von Europa eher einen weißen Fleck ausmachte.
ARTE Samstag, 19.Juli 2008 15.50 - 16.15 Uhr Zapping international
"Estland"
Fernsehen weltweit.
Wer in Estland durchs Fernsehen zappt, stößt unweigerlich auf die Störenfriede von Esto TV, die sich seit sieben Jahren in Reportagen und Filmen über ihre Landsleute lustig machen. Um die USA-hörige Politik ihrer Regierung anzuprangern, nehmen sie zum Beispiel als Prediger, Cowboy oder Pompom-Girl verkleidet an einer Demonstration für den Irakkrieg teil und rufen in ihren provokativen Aktionen: "Wir wollen den Dritten Weltkrieg!" Das kleinste baltische Land ist seit knapp über 15 Jahren vom Kommunismus befreit. Seine drei öffentlich-rechtlichen Programme und die kleinen alternativen Sender bieten ein breites Spektrum an Sendungen an, die durch ihre Vielseitigkeit überraschen. So gibt es auch Kurioses zu entdecken wie das Format "Bollywood", eine Reality-Show, in der zehn Esten versuchen, indische Fernsehstars zu werden. Zwar sind die südamerikanischen Telenovelas und die australischen Doku-Soaps des privaten Senders Kanal 2 ziemlich erfolgreich, aber noch beliebter sind die estnischen Serien. Sie heißen "Kassid" oder "Glückstraße 13" und wagen sich an brennende Gesellschaftsfragen heran wie Arbeitslosigkeit, Rassismus und Diskriminierung von Homosexuellen. Die jüngste Sendung dieser Art auf dem öffentlich-rechtlichen Sender ETV heißt "Zehn entscheidende Jahre" und behandelt ein Thema, das bislang tabu war: die sowjetische Epoche der estnischen Geschichte.
Samstag, 19.Juli 2008 07.00 - 07.30 Uhr
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3) / Niedersachsen Sonntag, 20.Juli 2008 18.00 - 18.45 Uhr Hanseblick

"Die baltische Seenlandschaft"
Regionalmagazin.
Verwunschene Seen, Storchennester und neu erschlossene Radwanderrouten. Der "Hanseblick" ist in einer bisher wenig bekannten Tourismusregion - in Lettgallen im südöstlichen Lettland - unterwegs. In Daugavpils, der zweitgrößten Stadt des Landes, ticken die Uhren langsamer als in Riga. Hier finden wir ein buntes Gemisch von Nationalitäten. Letten, Russen, Polen und Litauer leben unkompliziert miteinander. Auch die verschiedenen Religionen haben keine Berührungsängste. Auf einem Hügel der Stadt gibt es einen lebhaften Austausch zwischen Katholiken, Protestanten, Russisch-Othodoxen und Altgläubigen. Viele gut ausgebildete Letten arbeiten zur Zeit im Ausland. Wir treffen die junge Rückkehrerin Olga, die nach zwölf Jahren in Deutschland und USA lieber wieder in Lettland leben will. Zusammen mit Farida Zalotilo sind wir auf den Spuren des weltberühmten Malers Mark Rothko. Wir besuchen die engagierte Ilse Stabulniece auf ihrem Reiterhof und lernen ihre Familie kennen. In einem versteckten Dorf treffen wir altgläubige Bauern, die noch sehr traditionell Landwirtschaft betreiben und besuchen ein Kloster von Altgläubigen, die gerade ihre zurückerhaltenen Gebäude renovieren. Eine Attraktion ist die Fahrt mit der einzigen Schmalspurbahn Lettlands, von einer Dampflok gezogen.
Dienstag, 22.Juli 2008 06.00 - 06.45 Uhr
Freitag, 25.Juli 2008 12.15 - 13.00 Uhr
PHOENIX Dienstag, 22.Juli 2008 14.00 - 14.45 Uhr Zuletzt gesehen in Ostpreußen

"Der lange Heimweg eines "Wolfskindes"
Genrich Tschupailis ist ein ehemaliges "Wolfskind": Er kennt weder seinen richtigen Namen noch sein tatsächliches Geburtsdatum. Er ist sich sicher, dass er als deutsches Kind in Königsberg geboren wurde und dass er bei der Flucht aus Ostpreußen von seinen Angehörigen getrennt wurde. Überlebt hat er - wie Tausende anderer "Wolfskinder" - in Litauen, mit einer neuen Identität, einer neuen Sprache. Erst seit dem Ende der Sowjetunion ist es möglich, nach den echten eigenen Wurzeln zu suchen. 2001 hat der Filmemacher Hans-Dieter Rutsch die Spurensuche von Genrich Tschupailis begleitet und dokumentiert. Und bei der Ausstrahlung im WDR Fernsehen ist das "Wunder" passiert, von dem Tschupailis geträumt hat: Seine Geschwister haben den Film gesehen und ihn als ihren Bruder Heinrich Nikolaus wiedererkannt. Nun lässt sich die Geschichte dieses "Wolfskindes" neu erzählen: Hans-Dieter Rutsch wird nun auch die vielen Versuche der Familie dokumentieren, nach überstandener Flucht den verlorenen Sohn bzw. Bruder ausfindig zu machen - "...zuletzt gesehen in Ostpreußen" lautete die Standardformel in den Suchaufrufen des Roten Kreuzes. Der Film wird die Geschwister auch nach Vilnius begleiten, wo sie den Bruder treffen und ein Stück der verlorenen Geschichte wieder zusammenfügen wollen.
Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3) / Niedersachsen Dienstag, 22.Juli 2008 22.30 - 23.00 Uhr Weltbilder spezial

"Die Schätze des Baltikums (2)"
Reportage- und Reisemagazin.
Die "Weltbilder" gehen auf Schatzsuche - ins Baltikum. Dort entdeckt Moderatorin Katty Salié die Schätze des Meeres, der Architektur und in den Herzen der Menschen: Bernstein, Bauwerke und Brauchtum. Die Reise führt durch die bezaubernden Landschaften und historischen Städte im Norden Osteuropas, zu den bekannten und unbekannten Schönheiten der baltischen Nachbarn. Im zweiten Teil der Tour macht sich Katty Salié auf die Suche nach dem "Gold der Ostsee", dem Bernstein - und findet ihn: An der lettischen Küste nehmen die Bernsteinfischer sie mit auf die Suche nach dem begehrten Harz. Auch die historischen Trachten werden vom Bernstein geziert, ein Schatz, den die Lettinnen bis heute hüten. Dann geht es ins alte Kurland von Litauen, zur Kurischen Nehrung, wo die berühmten Wanderdünen und der beliebte Räucherfisch warten. An der Memel entlang führt die Reise bis in den Süden Litauens. Am Rande des Kurorts Druskininkai liegt ein skurriler Park mit den Heiligenfiguren aus sowjetischer Vergangenheit - von Lenin bis Stalin. Nach einer Stippvisite zum Pilze sammeln mit Litauens Waldmenschen, vorbei an der Burg Trakai und dem geografischen Mittelpunkt Europas erreicht Katty Salié Vilnius - Stadt der alten Kirchen und jungen Künstler. Für 2009 ist Vilnius zur Kulturhauptstadt Europas ernannt worden. Hier endet die Schatzsuche der "Weltbilder" quer durch das Baltikum.
Donnerstag, 24.Juli 2008 01.00 - 01.30 Uhr
Das Erste (ARD) Dienstag, 22.Juli 2008 22.45 - 00.15 Uhr Memelland

Volker Koepp und seinen Kameramann Thomas Plenert zog es in den letzten anderthalb Jahrzehnten immer wieder in die früher zu Ostpreußen gehörenden Landschaften. "Kalte Heimat", "Die Gilge" oder "Kurische Nehrung" etwa entstanden vor allem im Kaliningrader/Königsberger Gebiet, der russischen Exklave, die heute von Polen und Litauen umgeben ist. Die Grenze zwischen der Exklave und Litauen bildet in der Gegenwart über einhundert Kilometer der Oberlauf der Memel, die dann ein Delta bildet und in das Kurische Haff fließt. Die Niederungslandschaften beiderseits des Flusses nannte man früher auch "Preußisch-Litauen". Dort lebten seit jeher Deutsche und Litauer. Mit dem Film "Memelland" bereist Volker Koepp das litauische Ufer des großen östlichen Stroms. Die Menschen im Film nennen ihre Gegend auch "Klein-Litauen". Sie erzählen von ihrem Leben in dieser Grenzregion, vom Ende des Krieges und der Zeit, in der Litauen zur Sowjetunion gehörte, und von der Gegenwart. Und von der einzigartigen Natur, die sie umgibt, am Strom, am Haff.

EINS EXTRA Sonntag, 27.Juli 2008 18.15 - 19.45 Uhr
EINS EXTRA Samstag, 26.Juli 2008 00.15 - 00.30 Uhr Auf gute Nachbarschaft

"Lettland: Pferdeträume im Baltikum"
Osteuropamagazin.
21.45 - 22.00 Uhr
Südwestrundfunk Fernsehen / Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz / Süddeutscher Rundfunk Samstag, 26.Juli 2008 16.30 - 17.00 Uhr Autoexport

"Ein Schiff voller Gebrauchter"
Wenn die "Warnei" in den Neustädter Hafen einläuft, weiß Hafenkapitän Peter Nippel, dass jetzt wieder Händler, Zoll und Polizei viel zu tun bekommen. Er warnt Autofahrer vor Händlern, die ganz dringend nach Gebrauchten suchen. Der Osthandel mit Altautos ist ins Stocken geraten, der Nachschub fehlt und in kurzer Zeit sollen wieder 150 Fahrzeuge verladen sein. Die Händler holen die Fahrzeuge jetzt schon von weit her und telefonieren mühsam Anzeigen nach Exportfahrzeugen ab. Ihre Werbekärtchen stecken sie unermüdlich an fast jeden parkenden Wagen. Bisher fuhr die "Warnei" noch immer voll beladen mit gebrauchten Autos nach wenigen Tagen wieder zurück Richtung Litauen.
EINS EXTRA Samstag, 2.August 2008 00.15 - 00.30 Uhr Auf gute Nachbarschaft

"Estland: Geschichten um den Peipus-See"
Osteuropamagazin.
3sat Sonntag, 3.August 2008 13.30 - 14.00 Uhr Heimliche Wahrzeichen

Folge 3/5, "Uzupis - Der Staat der Engel"
Impressionen aus berühmten Städten.
Uzupis ist ein Stadtteil der litauischen Hauptstadt Vilnius. Das kleine Quartier liegt malerisch am Hang mit Blick über die sanften Hügel der Stadt. Nur eine Hauptstraße teilt die wenigen Häuserblöcke, die durch kleine Nebenstraßen und Hinterhöfe unterbrochen sind. Auf dem zentralen Platz kündet ein bronzener Engel von der Wiedergeburt ganz Osteuropas. Studios und Kunst-Galerien haben sich hier niedergelassen. Kinder spielen auf den Straßen. Doch etwas ist in Uzupis anders als in anderen typischen osteuropäischen Altstadtvierteln. An manchen Stellen hängen Fahnen mit einer Hand, die in der Mitte einen schwarzen Kreis hat, an einem Haus sind Tafeln angebracht, die in verschiedenen Sprachen von einer Verfassung künden, die nicht die litauische ist. In den Ruinen und Hinterhöfen ist hier eine Utopie Realität geworden: Die Republik Uzupis, der "Staat der Engel". Laut Verfassung hat hier jeder das Recht, Fehler zu machen, glücklich oder unglücklich zu sein oder rein gar nichts von dem zu verstehen, was um ihn herum vorgeht. Und auch sonst unterscheiden einige kleine Details Uzupis vom Rest der Welt. Cafés gibt es viele in Vilnius, doch nur das "Uzupis Kavine" ist zugleich auch Regierungssitz und Parlament. Hier werden Streits geschlichtet, Verträge geschlossen und Ehen gestiftet. Hier tagt der Rat, hier werden Feste geplant und Botschafter ernannt. Die Republik Uzupis ist kein Scherz und auch keine Kunstaktion. Die Republik ist die einzig angemessene Regierungsform in einem Viertel voller Gegensätze, einem Viertel der Künstler und Arbeiter, der Kinder und Pensionäre. Die Republik von Uzupis ist eine Art bürgerliche Selbsterwaltung und ihre Grundsätze sind Freiheit und Toleranz. Das Schöne daran: Es funktioniert. Als Gedeminas Laurinavicius Mitte der 90er Jahre nach Uzupis zog, existierte die Republik noch nicht. Litauen war gerade unabhängig geworden, die Wirtschaft lag brach und große Teile der Bevölkerung mussten sich neu orientieren.
3sat Donnerstag, 7.August 2008 01.10 - 01.40 Uhr
1-2-3 Moskau
Folge 3/5, "Riga"

ln sieben Tagen durch Osteuropa.
Katrin Bauerfeind und Henning Wehland, Sänger der Band H-BLOCKX, steigen in zwei alte 123er Coupés und starten eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. In sieben Tagen über 3.000 Kilometer, gelotst von Videobotschaften per Handy, verfolgt jeder seine eigene Route. Auf dem Weg erhalten beide Sonderaufgaben. So lernen sie Land und Leute kennen: vom Modedesigner über den Starkoch bis zur Elektroband. Eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. 3.000 Kilometer. Sieben Tage. Fünf Städte. Zwei 123er Coupés. Katrin Bauerfeind kämpft sich mit verbaler Schlagfertigkeit und vollem Körpereinsatz durch die Weiten des östlichen Europas. Ihr Kontrahent Henning Wehland, Sänger der deutschen Rockinstitution H-BLOCKX, geht mit unerschütterlichem Humor ins Rennen. Tag 4: Katrin ist auf dem Weg von Warschau nach Riga, wo Martins Ritins sie erwartet. Punkt elf Uhr trifft sie den Star- und Fernsehkoch auf dem Zentralmarkt. Martins ist ein Anhänger des sogenannten Slowfoods und Inhaber eines berühmten Restaurants. Katrin und Martins kaufen Fisch, denn am Abend soll Katrin im Restaurant mithelfen. Doch mitten im Gedränge erreicht Katrin eine neue Videobotschaft. Eine Einladung des Künstlerpaars Paulis und Liena Postasz. Henning fährt derweil an Riga vorbei. Zeit für ein Treffen mit Katrin hat er nicht, denn noch liegen einige Kilometer vor ihm bis nach Tallinn, seiner nächsten Station. Henning freut sich auf das Meer, und kurz hinter Riga kann er einen Gruß an seine Kontrahentin im Ostseesand hinterlassen. Katrin erkundet unterdessen die abenteuerliche Künstlerwohnung von Liena und Paulis. Das Paar mit zwei Kindern lebt und liebt die Kunst, die schon lange Tradition in ihren Familien hat. Katrin schaut Liena und Paulis bei der Arbeit zu, bis sie sich wieder verabschieden muss. Denn es wartet noch Arbeit auf sie - als Martins Ritins' Küchenhilfe in dessen Restaurant "Vincents". Henning hat inzwischen die lettisch-estnische Grenze erreicht. .

3sat Freitag, 8.August 2008 01.00 - 01.30 Uhr
1-2-3 Moskau
Folge 4/5, "Tallinn"

ln sieben Tagen durch Osteuropa.
Katrin Bauerfeind und Henning Wehland, Sänger der Band H-BLOCKX, steigen in zwei alte 123er Coupés und starten eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. In sieben Tagen über 3.000 Kilometer, gelotst von Videobotschaften per Handy, verfolgt jeder seine eigene Route. Auf dem Weg erhalten beide Sonderaufgaben. So lernen sie Land und Leute kennen: vom Modedesigner über den Starkoch bis zur Elektroband. Eine Wettfahrt von Berlin nach Moskau. 3.000 Kilometer. Sieben Tage. Fünf Städte. Zwei 123er Coupés. Katrin Bauerfeind kämpft sich mit verbaler Schlagfertigkeit und vollem Körpereinsatz durch die Weiten des östlichen Europas. Ihr Kontrahent Henning Wehland, Sänger der deutschen Rockinstitution H-BLOCKX, geht mit unerschütterlichem Humor ins Rennen. Tag 5: Im strömenden Regen ist Henning von Vilnius nach Tallinn unterwegs. Der Regen schreckt ihn nicht, solange er im Auto sitzt. Doch in der estnischen Hauptstadt erwartet ihn Toomas und eine besondere Sightseeingtour. Ehe sich Henning versieht, ist er in Regenklamotten und mit Fahrrad unterwegs zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Tallinn unterwegs. Eine Videobotschaft erlöst ihn. Evelyn, eine ehemalige Miss Estonia, lädt den Sänger in ihr Studio ein. Katrin hat inzwischen Riga verlassen und 350 Kilometer bis zur russischen Grenze vor sich. Sie rechnet fest damit, dass sie innerhalb der vorgegebenen sieben Tage in Moskau ankommt. Nachdem Henning überprüft hat, ob man wirklich überall in Estland drahtlos ins Internet kommt, erwartet ihn schon die nächste Überraschung: Miss Estonia nimmt in zu einer Spritztour mit - im Schützenpanzer. Unterdessen hat Katrin den ersten Schlagbaum an der russischen Grenze erreicht. Passkontrolle! Alles sieht noch gut aus. Und während sie sich im Vorteil wähnt, genießt ihr Kontrahent das schöne Leben. Evelyn hat ihn eingeladen in ein russisches Lokal mitten in Tallinn. Eine neue Videobotschaft ruft dann auch Henning nach Moskau. Seine nächste Aufgabe: VJ Chuck vom Musikfernsehen A-One TV finden. Wirkliche Probleme hat dagegen Katrin. .

Norddeutscher Rundfunk Fernsehen (N3) / Niedersachsen Sonntag, 10.August 2008 06.45 - 07.00 Uhr Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

"Das historische Tallinn - Die alte Hansestadt Reval (Estland)"
Kulturdokumentation.
Der nordöstlichste Punkt des mächtigen Hansebundes war die Handelsstadt Reval, die heutige estnische Hauptstadt Tallinn. Reval hatte eine Schlüsselstellung für den Handel des Westens mit dem Russischen Reich und weiter Richtung Osten inne. Einen herausragenden Platz unter den Hansestädten nahm Reval aufgrund eines Privilegs ein: Sämtliche vorbeikommende Waren mussten vor den Toren der Stadt gestapelt werden. Revals Kaufleute verdienten so am erzwungenen Zwischenhandel zwischen Ost und West.
Westdeutscher Rundfunk Fernsehen (WDR) Sonntag, 10.August 2008 14.25 - 15.10 Uhr Länder - Menschen - Abenteuer

"Lettland - Unterwegs im Baltikum"
Reportagereihe.
Schweinehälften, Wodka und Zeppeline haben eines gemeinsam: Sie gehören zum Alltag im Zentralmarkt der lettischen Hauptstadt Riga. Die Hallen sind traditioneller Treffpunkt und wichtiger Umschlagplatz für das ganze Land. Hier beginnen oder enden die Geschichten des Films. Sven Jaax hat Menschen begleitet, die in den riesigen Hallen arbeiten oder dort einkaufen. Arme und Reiche. Städter und Dörfler aus den lettischen Provinzen. Da ist zum Beispiel Tekla, die alte Bäuerin, die regelmäßig 100 Kilometer mit dem Bus aus ihrer Heimat Aizkraukle in die Markthallen nach Riga fährt - nur um dort den Käse aus der Milch ihrer fünf Ziegen zu verkaufen. Oder Inta Ruka, die international anerkannte lettische Fotografin. Sie ist Stammkundin in den Hallen, kauft dort ein und trifft Menschen aus ihrer Heimat Balvi an der russischen Grenze. Der Film begleitet sie auf dem Markt und bei einer Fotoreise durch die Landschaft ihrer Kindheit. Da ist Martins Ritinsch, der lettische Starkoch, der in den Markthallen Lebensmittel für sein Edelrestaurant "Vincents" einkauft. Bei ihm treffen sich die Aufsteiger des Landes, die es in der Hauptstadt Riga zu Wohlstand gebracht haben. Die Markthallen von Riga zählen zu den größten der Welt. Ursprünglich wurden in den alten Gemäuern deutsche Zeppeline untergebracht - heute wird auf 5000 Quadratmetern alles angeboten, was man zum Leben braucht. Noch vor wenigen Jahren waren die Hallen ein teurer Markt. Doch mittlerweile ist das Angebot erschwinglicher und der Zentralmarkt ist zum Zentraltreffpunkt geworden. Seit der Unabhängigkeit im Jahre 1991 hat sich Lettland enorm verändert. Die meisten Menschen genießen die neue Freiheit und erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung. Für viele Letten hat der Wechsel jedoch ein Leben in Armut gebracht. Trotzdem herrscht in dieser stolzen baltischen Nation Aufbruchstimmung.
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